Treatment of Bankart Läsion
Die bevorzugte Behandlung für eine Bankart-Läsion ist die arthroskopische Reparatur, besonders bei kleinen bis mittelgroßen Läsionen, da sie eine gute Schulterstabilität bietet und gleichzeitig einen besseren Bewegungsumfang ermöglicht als offene Verfahren. 1
Diagnostik
- Standardröntgenaufnahmen der Schulter sind die erste bildgebende Untersuchung bei traumatischen Schulterschmerzen und können Hinweise auf eine Bankart-Läsion geben 2
- Für eine genaue Beurteilung sollten mindestens drei Ansichten erstellt werden: anteroposterior (AP) in Innen- und Außenrotation sowie eine axilläre oder Skapula-Y-Aufnahme 2
- MR-Arthrographie gilt als Goldstandard für die Diagnose einer Bankart-Läsion und ist besonders wichtig für die Beurteilung von labroligamentären Verletzungen 2
- CT-Arthrographie kann als Alternative bei Patienten mit Kontraindikationen für MRT in Betracht gezogen werden 2
Behandlungsalgorithmus
Nicht-operative Behandlung
- Kann bei kleinen, stabilen Läsionen und bei nicht-athletischen Patienten mit geringem Risiko für Rezidive in Betracht gezogen werden 3
- Besteht aus:
- Bewegungsübungen und Dehnungen in den ersten 2 Monaten
- Anschließend Muskelkräftigung und propriozeptive Übungen 3
Operative Behandlung
- Indikationen für eine operative Behandlung:
Arthroskopische Reparatur
- Bevorzugte Methode für die meisten Bankart-Läsionen 1
- Vorteile:
- Besserer Bewegungsumfang postoperativ
- Geringere Invasivität
- Kürzere Operationszeit 1
- Techniken umfassen:
Offene Bankart-Reparatur
- Indikationen:
- Größere Glenoidknochenverluste (10-30%)
- Begleitende signifikante Hill-Sachs-Läsionen 4
- Vorteile:
Nachbehandlung und Rehabilitation
- Frühe Phase (0-6 Wochen):
- Bewegungseinschränkung
- Passive und aktiv-assistierte Bewegungsübungen 3
- Mittlere Phase (6-12 Wochen):
- Zunehmende Bewegungsübungen
- Beginn mit leichter Kräftigung 3
- Späte Phase (ab 12 Wochen):
- Progressive Kräftigung
- Propriozeptives Training
- Sportspezifische Übungen 3
Ergebnisse und Prognose
- Nach arthroskopischer Reparatur:
- Gute funktionelle Ergebnisse
- Gewisse Einschränkung des Bewegungsumfangs möglich
- Niedrigere Rezidivrate im Vergleich zur konservativen Behandlung 1
- Nach offener Bankart-Reparatur:
- Rezidivrate von etwa 16,8% über 7 Jahre Follow-up
- Durchschnittlicher Verlust der Vorwärtsflexion von 4° und der Außenrotation von 5° im Vergleich zur gesunden Seite
- Gute funktionelle Ergebnisse mit hohen Werten bei ASES (96,1) und Constant-Murley-Score (93,9) 4
Besondere Überlegungen
- Größere Glenoidknochenverluste und Hill-Sachs-Läsionen sind mit einem höheren Risiko für postoperative Instabilität verbunden 4
- Junge Männer, die Kontaktsportarten betreiben, haben das höchste Risiko für Bankart-Läsionen und sollten aggressiver behandelt werden 5
- Die Rehabilitation nach operativer Behandlung kann langwierig sein und erfordert Geduld und konsequentes Training 3