Is there an increased risk of fetal malformations with chemotherapy using epirubicin and ifosfamide during pregnancy?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 12, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid während der Schwangerschaft

Während des ersten Schwangerschaftstrimesters besteht ein erhöhtes Risiko für fetale Fehlbildungen bei Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid, weshalb diese Kombination in diesem Zeitraum vermieden werden sollte. 1, 2

Risiken nach Trimester

Erstes Trimester:

  • Chemotherapie während der Organogenese (4.-13. Woche) ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für fetale Fehlbildungen und Schwangerschaftsverlust verbunden 3
  • Spezifische Fehlbildungen nach Epirubicin-Exposition im ersten Trimester umfassen Mikrognathie sowie Hand- und Fußfehlbildungen 2
  • Bei dringender Behandlungsnotwendigkeit im ersten Trimester sollte ein Schwangerschaftsabbruch diskutiert werden 1

Zweites und drittes Trimester:

  • Chemotherapie erscheint im zweiten und dritten Trimester relativ sicher bezüglich Fehlbildungen, ist jedoch mit erhöhtem Risiko für Aborte und Frühgeburten verbunden 1
  • Bei Weichteilsarkomen wird Doxorubicin als Einzelsubstanz empfohlen, da für Ifosfamid begrenzte Sicherheitsdaten während der Schwangerschaft vorliegen 1
  • Eine Fallserie von neun Patientinnen, die mit Doxorubicin und Ifosfamid während der Schwangerschaft behandelt wurden, wurde berichtet, jedoch wird aufgrund des Toxizitätsprofils von Ifosfamid eine Monotherapie bevorzugt 1

Allgemeine Empfehlungen

  • Die Behandlung von Krebs während der Schwangerschaft erfordert eine multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Patientin, Onkologe, Geburtshelfer und Neonatologe 1
  • Bei Exposition im zweiten oder dritten Trimester ist mit intrauteriner Wachstumsretardierung, Frühgeburtlichkeit und niedrigem Geburtsgewicht zu rechnen 3, 4
  • Für Entbindungen vor der 36. Schwangerschaftswoche werden antenatale Kortikosteroide empfohlen, um das Risiko von Morbidität und Mortalität durch Atemnotsyndrom zu reduzieren 1
  • Ein Intervall von mindestens 3 Wochen zwischen der letzten Chemotherapie und der Entbindung wird empfohlen 4
  • Stillen ist kontraindiziert, wenn nach der Entbindung eine Chemotherapie fortgesetzt werden muss 1

Spezifische Überlegungen zu Epirubicin und Ifosfamid

  • Anthrazykline wie Epirubicin können im zweiten und dritten Trimester eingesetzt werden, wobei Doxorubicin aufgrund der größeren klinischen Erfahrung bevorzugt wird 1
  • Für Ifosfamid liegen begrenzte Sicherheitsdaten während der Schwangerschaft vor, und sein Toxizitätsprofil sowie der fehlende Überlebensvorteil gegenüber einer Anthrazyklin-Monotherapie sprechen für eine Einzelsubstanztherapie 1
  • Nach der Entbindung kann auf eine Kombinationstherapie umgestellt werden, wenn notwendig 1

Langzeitfolgen und Überwachung

  • Neuere Daten zeigen, dass die Langzeitergebnisse von Kindern, die pränatal Chemotherapie ausgesetzt waren, mit denen gleichaltriger Kinder vergleichbar sind 4
  • Eine höhere Rate an neurokognitiven Entwicklungsproblemen wurde jedoch nach Frühgeburt beobachtet, auch in dieser ausgewählten Patientenpopulation 4
  • Eine strenge fetale Überwachung wird empfohlen, mit besonderem Augenmerk auf die Herzfunktion 1

Fazit

Bei notwendiger Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid sollte diese nach Möglichkeit auf das zweite oder dritte Trimester verschoben werden. Im ersten Trimester besteht ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Wenn eine sofortige Behandlung im ersten Trimester erforderlich ist, sollte ein Schwangerschaftsabbruch in Erwägung gezogen werden. Bei Behandlung im zweiten oder dritten Trimester ist mit erhöhtem Risiko für Frühgeburt und intrauterine Wachstumsretardierung zu rechnen, jedoch nicht mit erhöhtem Fehlbildungsrisiko.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Chemotherapy in pregnancy.

Clinical obstetrics and gynecology, 2011

Research

Chemotherapy during pregnancy.

Current opinion in oncology, 2012

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.