How should physical withdrawal be medically treated in cases of chronic alcohol abuse and acute cessation?

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Last updated: October 16, 2025View editorial policy

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Medikamentöse Behandlung des körperlichen Alkoholentzugs

Benzodiazepine sind die Goldstandard-Therapie für die Behandlung des körperlichen Alkoholentzugs, wobei Diazepam oder Chlordiazepoxid als Mittel der ersten Wahl empfohlen werden. 1, 2

Erstbehandlung des Alkoholentzugssyndroms

Benzodiazepine als Erstlinientherapie

  • Langwirksame Benzodiazepine (Diazepam, Chlordiazepoxid) bieten besseren Schutz vor Krampfanfällen und Delirium tremens aufgrund ihrer längeren Wirkungsdauer 1, 2
  • Diazepam: 5-10 mg alle 6-8 Stunden oral, intravenös oder intramuskulär 2, 3
  • Chlordiazepoxid: 25-100 mg alle 4-6 Stunden oral 1, 2
  • Bei akutem Alkoholentzug kann Diazepam mit 10 mg 3-4 mal täglich während der ersten 24 Stunden verabreicht werden, danach Reduktion auf 5 mg 3-4 mal täglich nach Bedarf 3

Spezielle Patientengruppen

  • Kurz- und mittellangwirksame Benzodiazepine (z.B. Lorazepam) sind bei Patienten mit fortgeschrittenem Alter, Leberfunktionsstörungen, Ateminsuffizienz oder anderen schwerwiegenden Begleiterkrankungen zu bevorzugen 1, 2
  • Lorazepam: 1-4 mg alle 4-8 Stunden (typischerweise 6-12 mg/Tag) 1, 2

Begleitende Behandlungen

Thiamin-Supplementierung

  • Thiamin muss allen Patienten mit Alkoholentzug verabreicht werden (100-300 mg/Tag) und für 2-3 Monate nach Abklingen der Entzugssymptome fortgesetzt werden 1, 2
  • Thiamin sollte vor der Gabe von glukosehaltigen Infusionslösungen verabreicht werden, da die intravenöse Verabreichung von Glukose einen akuten Thiaminmangel auslösen kann 1

Alternative und adjuvante Medikamente

  • Carbamazepin kann als Alternative zur Krampfanfallprophylaxe mit 200 mg alle 6-8 Stunden eingesetzt werden 1, 2
  • Haloperidol kann vorsichtig als adjuvante Therapie bei Agitiertheit oder psychotischen Symptomen eingesetzt werden, die durch Benzodiazepine nicht kontrolliert werden können (0,5-5 mg alle 8-12 Stunden) 1, 2

Behandlungsumgebung

Indikationen für stationäre Behandlung

  • Schwerwiegende Komplikationen wie Delirium tremens oder Krampfanfälle 1
  • Hoher Alkoholkonsum in der jüngsten Vergangenheit 1
  • Vorgeschichte von Entzugskrampfanfällen oder Delirium tremens 1, 2
  • Gleichzeitig bestehende schwere medizinische oder psychiatrische Erkrankungen 1, 2
  • Versagen der ambulanten Behandlung 1, 2

Konservative Behandlung

  • Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich (besonders Magnesium) 1
  • Vitamine und eine komfortable Umgebung 1
  • Psychiatrische Konsultation wird für die Bewertung, Behandlung und langfristige Planung der Alkoholabstinenz empfohlen 1

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Disulfiram sollte bei Patienten mit schwerer alkoholischer Lebererkrankung wegen möglicher Hepatotoxizität vermieden werden 1, 2
  • Naltrexon wird bei Patienten mit alkoholischer Lebererkrankung wegen potenzieller Hepatotoxizität nicht empfohlen 1, 2
  • Diazepam hat die kürzeste Zeit bis zur maximalen Wirkung, was sowohl eine schnelle Kontrolle der Symptome als auch eine genaue Titration zur Vermeidung einer Übersedierung ermöglicht 4
  • Die längeren Eliminationshalbwertszeiten von Diazepam und seinem aktiven Metaboliten führen zu einem sanfteren Entzug mit geringerer Inzidenz und Schwere von Durchbruchsymptomen und Reboundphänomenen 4

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

First-Line Treatment for Alcohol Withdrawal Syndrome

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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