Can Metoclopramid be used to manage breakthrough nausea during radiation therapy?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: November 26, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Metoclopramid bei Durchbruchsübelkeit während Strahlentherapie

Ja, Metoclopramid kann definitiv zur Behandlung von Durchbruchsübelkeit bei Strahlentherapie eingesetzt werden und wird in aktuellen Leitlinien ausdrücklich als Durchbruchsmedikation empfohlen. 1

Leitlinienbasierte Empfehlung

Die ASCO-Leitlinien von 2020 listen Metoclopramid explizit als Durchbruchstherapie für strahlentherapieinduzierte Übelkeit auf, unabhängig vom Risikoprofil der Bestrahlung (hoch, moderat, niedrig oder minimal). 1

Dosierung für Durchbruchsübelkeit:

  • 5-20 mg oral oder intravenös 1
  • Kann nach Bedarf titriert werden bis maximal 16 mg oral/IV täglich 1
  • Maximal 3-4 Anwendungen täglich 1

Mechanismus und Wirksamkeit

Metoclopramid wirkt als dualer Dopamin/5-HT3-Rezeptorantagonist und blockiert sowohl Dopaminrezeptoren in der Chemorezeptor-Triggerzone als auch Serotoninrezeptoren. 1 Diese doppelte Wirkung macht es besonders nützlich, wenn die primäre Antiemese-Prophylaxe versagt hat. 1

Wichtige klinische Überlegungen

Wann Metoclopramid einsetzen:

  • Als zusätzliches Medikament aus einer anderen Wirkstoffklasse, wenn die primäre Prophylaxe unzureichend ist 1
  • Besonders geeignet bei gleichzeitigen Magenentleerungsstörungen, da Metoclopramid die Magenmotilität verbessert 2, 3
  • Bei anhaltendem Erbrechen sollte die intravenöse Route bevorzugt werden, da die orale Aufnahme möglicherweise nicht zuverlässig ist 1

Wichtige Warnhinweise:

  • Nicht länger als 12 Wochen anwenden wegen des Risikos für tardive Dyskinesien 3
  • Das Risiko für extrapyramidale Symptome ist bei jüngeren Patienten (unter 30 Jahren) und Kindern erhöht 3
  • Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung erforderlich 3
  • Vorsicht bei älteren Patienten, insbesondere Frauen und Diabetikern, da diese ein höheres Risiko für tardive Dyskinesien haben 3

Kombinationstherapie-Ansatz

Die Leitlinien betonen, dass bei refraktärer Übelkeit die Kombination mehrerer Wirkstoffe aus verschiedenen Klassen effektiver ist als Monotherapie. 1 Metoclopramid kann kombiniert werden mit:

  • 5-HT3-Antagonisten (Ondansetron, Granisetron) 1
  • Kortikosteroiden (Dexamethason 4 mg) 1
  • Benzodiazepinen (Lorazepam) bei begleitender Angst 1, 4

Häufige Fehler vermeiden

  • Regelmäßige Gabe ist effektiver als Bedarfsmedikation bei anhaltenden Symptomen 4, 2
  • Vor Hinzufügen weiterer Antiemetika sollten andere Ursachen für Übelkeit ausgeschlossen werden (Hirnmetastasen, Elektrolytstörungen, Darmobstruktion) 1
  • Ausreichende Hydratation sicherstellen und Elektrolyte kontrollieren 1, 2
  • Bei unzureichender Kontrolle sollte die gesamte antiemetische Strategie überdacht werden, nicht nur ein weiteres Medikament hinzugefügt werden 1

Alternative Optionen bei Versagen

Falls Metoclopramid unzureichend wirkt oder nicht vertragen wird:

  • Prochlorperazin 5-10 mg oral/IV 1
  • Olanzapin 5-10 mg täglich (Kategorie-1-Evidenz) 4
  • Haloperidol 0,5-2 mg alle 4-6 Stunden bei refraktären Symptomen 4
  • Scopolamin-Pflaster bei vestibulären Komponenten 1, 4

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Antiemetic Management for Gastritis-Related Nausea

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Antiemetic Medication Alternatives

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.