What is the best approach for the prevention of diverticulitis?

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Flosamenschalen (Flohsamenschalen/Psyllium) zur Prophylaxe der Divertikulitis

Flohsamenschalen können zur Prävention der Divertikulitis eingesetzt werden, sind jedoch kein Ersatz für eine qualitativ hochwertige, ballaststoffreiche Ernährung aus natürlichen Nahrungsquellen. 1

Evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen

Die primäre Präventionsstrategie sollte eine qualitativ hochwertige Ernährung sein, die reich an Ballaststoffen aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ist und wenig rotes Fleisch und Süßigkeiten enthält. 1 Diese Ernährungsweise zeigt eine statistisch signifikante Schutzwirkung bei einer Ballaststoffaufnahme von mehr als 22,1 g/Tag. 1

Rolle von Ballaststoffpräparaten

  • Ballaststoffpräparate wie Flohsamenschalen können ergänzend eingesetzt werden, ersetzen aber nicht die Vorteile einer vollwertigen Ernährung. 1
  • Die American Gastroenterological Association gibt eine bedingte Empfehlung für ballaststoffreiche Ernährung oder Ballaststoffergänzung bei Patienten mit Divertikulitis-Anamnese, basierend auf sehr niedriger Evidenzqualität. 1
  • Ballaststoffe aus Obst zeigen eine stärkere Schutzwirkung gegen Divertikelerkrankungen als Ballaststoffe aus anderen Quellen. 1

Wichtige Lebensstilmodifikationen zur Prävention

Neben der Ernährung sind folgende Maßnahmen evidenzbasiert wirksam:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere intensive Bewegung, reduziert das Risiko signifikant. 1
  • Normales Körpergewicht erreichen oder halten, da Adipositas (insbesondere zentrale Adipositas) ein Risikofaktor ist. 1
  • Rauchstopp, da Rauchen mit erhöhtem Divertikulitis-Risiko assoziiert ist. 1
  • Alkoholkonsum begrenzen – Alkoholismus (nicht moderater Konsum) erhöht das Risiko. 1

Zu vermeidende Medikamente

  • NSAIDs (nicht-steroidale Antirheumatika) sollten vermieden werden, da sie das Divertikulitis-Risiko erhöhen; das Risiko ist bei Nicht-Aspirin-NSAIDs höher als bei Aspirin. 1
  • Opiat-Analgetika sind mit Divertikulitis und Perforation assoziiert. 1
  • Kortikosteroide erhöhen das Risiko für Divertikulitis und Komplikationen einschließlich Perforation. 1

Nicht empfohlene Interventionen

Die American Gastroenterological Association empfiehlt ausdrücklich GEGEN folgende Maßnahmen:

  • 5-Aminosalicylsäure (Mesalazin) zur Prävention rezidivierender Divertikulitis – eine Meta-Analyse von sieben randomisierten kontrollierten Studien zeigte keinen Nutzen. 1
  • Probiotika – unzureichende Evidenz zur Unterstützung ihrer Verwendung. 1
  • Rifaximin – unzureichende Evidenz für zyklische Anwendung zur Prävention. 1, 2

Veraltete Ernährungsmythen

  • Nüsse, Mais und Popcorn müssen NICHT vermieden werden – ihr Konsum ist nicht mit erhöhtem Divertikulitis-Risiko assoziiert. 1
  • Früchte mit kleinen Samen (Erdbeeren, Blaubeeren) sind ebenfalls unbedenklich. 1

Genetische Faktoren berücksichtigen

  • Patienten sollten verstehen, dass etwa 50% des Divertikulitis-Risikos auf genetische Faktoren zurückzuführen ist. 1
  • Trotz genetischer Prädisposition können Lebensstilmodifikationen das Risiko signifikant reduzieren. 1

Häufige Fehler vermeiden

  • Ballaststoffpräparate nicht als alleinige Lösung betrachten – sie sind nur ergänzend zu einer qualitativ hochwertigen Ernährung wirksam. 1
  • Patienten über mögliche vorübergehende Blähungen informieren beim Start einer ballaststoffreichen Ernährung; mit niedrigeren Mengen beginnen und schrittweise steigern. 1
  • Keine unnötig restriktiven Diäten empfehlen (Vermeidung von Nüssen, Samen, Popcorn), da dies die Gesamtballaststoffaufnahme reduzieren kann. 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Management of Diverticulosis and Diverticulitis

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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