Is paracetamol (acetaminophen) safe to take for stomach pain?

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Paracetamol bei Magenschmerzen

Paracetamol ist bei Magenschmerzen grundsätzlich sicher und die bevorzugte Wahl gegenüber NSAIDs, da es bei empfohlenen Dosen (≤4 g/Tag) praktisch keine gastrointestinale Toxizität verursacht. 1

Gastrointestinale Sicherheit von Paracetamol

Die Evidenz zeigt eindeutig, dass Paracetamol ein überlegenes gastrointestinales Sicherheitsprofil aufweist:

  • Systematische Reviews von RCTs zeigen, dass Paracetamol nicht mehr gastrointestinale Beschwerden verursacht als Placebo (RR = 0.80,95% CI 0.27 bis 2.37). 1

  • Meta-Analysen von Fall-Kontroll-Studien zeigen kein erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen bei Paracetamol 2-4 g täglich (OR = 1.2,95% CI 0.8 bis 1.7) und keinen dosisabhängigen Effekt in diesem Bereich. 1

  • Im Gegensatz dazu erhöhen NSAIDs das Risiko für gastrointestinale Perforationen, Ulzera und Blutungen erheblich (RR = 2.70 bis 5.36 je nach Studientyp). 1

Neuere Bedenken und deren Einordnung

Eine systematische Übersichtsarbeit aus 2016 berichtete über dosisabhängige gastrointestinale Nebenwirkungen bei Paracetamol:

  • Bei höheren Dosen zeigte sich eine erhöhte relative Rate von gastrointestinalen Nebenwirkungen oder Blutungen von 1.11 (1.04 bis 1.18) bis 1.49 (1.34 bis 1.66). 1

  • Diese Beobachtungsstudien weisen jedoch erhebliche methodische Einschränkungen auf, einschließlich Confounding-Bias und indirekter Datenerhebung. 2

  • Die Ergebnisse dieser epidemiologischen Studien stehen im Widerspruch zu klinischen Studien und Fall-Kontroll-Studien mit direkter Befragung, die keine erhöhte Ulkus- oder Blutungsgefahr zeigen. 2

Praktische Dosierungsempfehlungen

Für Erwachsene mit Magenschmerzen:

  • Beginnen Sie mit 500-1000 mg Paracetamol alle 6 Stunden. 1, 3
  • Maximaldosis: 4000 mg pro 24 Stunden nicht überschreiten. 1, 3, 4
  • Bei Lebererkrankungen: Reduzierung auf 2-3 g/Tag erwägen, aber Paracetamol bleibt auch bei Zirrhose sicherer als NSAIDs. 5, 6

Vergleich mit Alternativen

NSAIDs sollten bei Magenschmerzen vermieden werden:

  • Ibuprofen verursacht signifikant mehr gastrointestinale Nebenwirkungen (11.5%) als Paracetamol (13.1%, nicht signifikant unterschiedlich), aber beide sind besser als Aspirin (18.5%). 7

  • NSAIDs zeigen dosisabhängige gastrointestinale Toxizität mit erhöhtem Risiko für Perforation, Ulzera und Blutungen. 1

  • Internationale Leitlinien (EULAR, ACR) empfehlen Paracetamol als Erstlinientherapie vor NSAIDs, insbesondere bei Patienten mit gastrointestinalem Risiko. 3

Wichtige Warnhinweise

Häufige Fallstricke vermeiden:

  • Überschreiten Sie niemals 4000 mg/24 Stunden – Hepatotoxizität ist die Hauptgefahr bei Überdosierung, nicht gastrointestinale Toxizität. 4, 6

  • Prüfen Sie alle Medikamente auf Paracetamol-Gehalt, da viele Kombinationspräparate Paracetamol enthalten. 4

  • Bei Patienten mit drei oder mehr alkoholischen Getränken täglich ist Vorsicht geboten. 4

  • Paracetamol verursacht bei empfohlenen Dosen praktisch keine Magenulzera oder -blutungen, im Gegensatz zu NSAIDs. 1, 2

Klinischer Algorithmus

  1. Bei Magenschmerzen mit Bedarf an Analgesie: Paracetamol 500-1000 mg alle 6 Stunden (max. 4 g/24h). 1, 3

  2. Bei unzureichender Schmerzlinderung: Multimodale Analgesie mit Opioiden erwägen, nicht auf NSAIDs wechseln. 5

  3. Bei gastrointestinalen Risikofaktoren (Ulkusanamnese, Blutungsrisiko): Paracetamol ist die eindeutig sicherere Wahl. 1, 3

  4. Nur wenn Paracetamol absolut unzureichend ist und NSAIDs unvermeidbar sind: Niedrigste effektive NSAID-Dosis plus Protonenpumpenhemmer zur Gastroprotektion. 1, 3

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Combining Paracetamol and NSAIDs for Fever Management in Adults

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Paracetamol in Cholangitis Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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