What are the key terms and definitions related to coagulation?

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Wichtige Begriffsdefinitionen im Zusammenhang mit der Gerinnung

Antikoagulanzien und Medikamente

Begriff Definition Beispiele/Details
DOAC Direkt wirkende orale Antikoagulanzien (Direct-acting oral anticoagulants) [1] Apixaban, Betrixaban, Dabigatran, Edoxaban, Rivaroxaban [1]
VKA Vitamin-K-Antagonisten (Vitamin K antagonists) [1] Warfarin und andere Cumarine [1]
OAC Orale Antikoagulanzien (Oral anticoagulants), einschließlich DOACs und VKAs [1] Alle oral verabreichten gerinnungshemmenden Medikamente [1]
Reversal/Hämostase-Mittel Strategien zur Wiederauffüllung wie Prothrombinkomplex-Konzentrate (PCCs), Plasma, Vitamin K und spezifische Reversal-Mittel für DOACs [1] Idarucizumab für Dabigatran; Andexanet alfa für Apixaban oder Rivaroxaban [1]
PCC Prothrombinkomplex-Konzentrate (Prothrombin complex concentrates) [1] Zur Blutungskontrolle bei Antikoagulation [1]

Blutungsdefinitionen

Begriff Definition Kriterien
Major Bleed (Schwere Blutung) Blutung, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt [1] • Blutung an kritischer Stelle
• Hämodynamische Instabilität
• Klinisch offensichtliche Blutung mit Hämoglobin-Abfall ≥2 g/dL oder Verabreichung von ≥2 Einheiten Erythrozytenkonzentrat [1]
Non-Major Bleed (Nicht-schwere Blutung) Blutung, die keines der Kriterien für eine schwere Blutung erfüllt [1] Basierend auf modifizierten Definitionen der International Society on Thrombosis and Hemostasis [1]
Hämostase Das Gleichgewicht zwischen Thrombose (Gerinnung) und Hämorrhagie (Blutung) [1] Interaktion von Thrombozyten mit beschädigtem vaskulärem Endothel, gefolgt von Aktivierung spezifischer Proteine zur Bildung eines Fibrin-Thrombozyten-Pfropfes [1]

Gerinnungsfaktoren und Komponenten

Begriff Definition Funktion
Faktor XIII (FXIII) Blutgerinnungsfaktor, der sowohl im Plasma als auch im zytoplasmatischen Kompartiment von Thrombozyten und Monozyten existiert [1] Vernetzt Fibrin nach Aktivierung durch Thrombin und erhöht die Stabilität des Gerinnsels [1]
FXIII-A Potenziell aktive A-Untereinheit von Faktor XIII [1] Als Monomer oder Dimer (FXIII-A₂) vorhanden [1]
Faktor VIII Kritischer Kofaktor in der Gerinnungskaskade [2] Bildet einen Komplex mit Faktor IXa auf aktivierten Thrombozytenoberflächen und beschleunigt die Faktor-X-Aktivierung um etwa das 50-fache [2]
Tenase-Komplex Komplex aus Faktor IXa und aktiviertem Faktor VIII (FVIIIa) auf der Phospholipidmembran aktivierter Thrombozyten [2] Aktiviert Faktor X zu Faktor Xa etwa 50-fach schneller als der TF-FVIIa-Komplex [2]
Prothrombinase-Komplex Komplex aus Faktor Xa und Faktor Va [2,3] Wandelt Prothrombin in Thrombin um [2]
Tissue Factor (TF) Transmembran-Glykoprotein auf intakten Zellen oder Zellfragmenten [1] Initiiert die Gerinnung durch Bindung und Aktivierung von Faktor VII [1]
Thrombin (Faktor IIa) Zentrale Serinprotease der Gerinnung [1,4] Wandelt lösliches Fibrinogen in unlösliches Fibrin um, aktiviert Thrombozyten und verstärkt die Gerinnungskaskade [1]
Fibrinogen Lösliches Plasmaprotein [1] Wird durch Thrombin in ein unlösliches Netz aus Fibrinpolymeren umgewandelt [1]
Antithrombin III Wichtigster Inhibitor der Gerinnung [4] Hemmt Thrombin und andere Gerinnungsfaktoren; die gerinnungshemmende Wirkung von Heparin wird durch gleichzeitige Behandlung mit Antithrombin III verstärkt [5]

Gerinnungswege und Phasen

Begriff Definition Details
Intrinsischer Weg Gerinnungsweg, der durch eine aktivierende Oberfläche ausgelöst wird [1] Wird durch Kontaktaktivierung initiiert, z.B. durch Glas, das Faktor XII zu Faktor XIIa aktiviert [1]
Extrinsischer Weg Gerinnungsweg, der durch Gewebefaktor (Tissue Factor) initiiert wird [1] Beginnt mit dem transmembranen Protein Tissue Factor, das als Rezeptor für Gerinnungsfaktor VII fungiert [1]
Gemeinsamer Weg (Common Pathway) Endstrecke, in die sowohl intrinsischer als auch extrinsischer Weg münden [1] Faktor X wird zu Faktor Xa aktiviert; Faktoren Xa und Va bilden den Prothrombinase-Komplex, der Thrombin aus Prothrombin katalysiert [1]
Initiationsphase Erste Phase der zellbasierten Gerinnung [1,2] Gerinnung wird auf Tissue-Factor-tragenden Zellen initiiert [1]
Amplifikationsphase Zweite Phase der zellbasierten Gerinnung [1,2] Verstärkung des prokoagulatorischen Signals durch Thrombin, das auf der TF-tragenden Zelle generiert wurde [1]
Propagationsphase Dritte Phase der zellbasierten Gerinnung [1,2] Propagation der Thrombinbildung auf der Thrombozytenoberfläche [1]

Gerinnungsprozesse

Begriff Definition Klinische Bedeutung
Koagulation Zugrunde liegender Prozess, der die Gerinnung von Blut und Plasma auslöst [1] Kann durch intrinsische und extrinsische Wege initiiert werden, beide führen zur Thrombinbildung und Umwandlung von löslichem Fibrinogen in unlösliches Fibrin [3]
Fibrinolyse Prozess, der zur Auflösung von Fibringerinnseln führt [1,4] Plasminogen wird unter dem Einfluss verschiedener Aktivatoren in Plasmin umgewandelt, das Fibrin abbaut [4]
Hämolysis Zerstörung der Erythrozytenmembran mit anschließender Freisetzung von Hämoglobin [1] Führt zu oranger oder roter Verfärbung des Plasmas [1]
Lipämisches Plasma Plasma, das seine Transparenz verliert und milchig oder trüb erscheint [1] Tritt im postprandialen Zustand auf, wenn erhöhte Mengen an Lipoproteinen vorhanden sind [1]

Komplikationen und Pathologien

Begriff Definition Klinische Manifestationen
HIT Heparin-induzierte Thrombozytopenie (Heparin-induced thrombocytopenia) [5] Schwere antikörpervermittelte Reaktion durch Entwicklung von Antikörpern gegen einen Thrombozyten-Faktor-4-Heparin-Komplex, der in vivo Thrombozytenaggregation induziert [5]
HITT Heparin-induzierte Thrombozytopenie mit Thrombose (Heparin-induced thrombocytopenia and thrombosis) [5] Entwicklung venöser und arterieller Thrombosen; umfasst tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, zerebrale Venenthrombose, Extremitätenischämie, Schlaganfall, Myokardinfarkt, mesenteriale Thrombose, renale arterielle Thrombose, Hautnekrose, Gangrän der Extremitäten, die zur Amputation führen kann, und möglicherweise Tod [5]
Thrombose Bildung eines intravaskulären Gerinnsels [6] Kann bei Atherosklerose auf einer rupturierten atherosklerotischen Plaque auftreten oder sich langsamer bei venöser Thrombose entwickeln [6]

Kalzium und Oberflächen

Begriff Definition Funktion
Kalziumionen (Ca²⁺) Essentielle Kofaktoren bei der Aktivierung multipler Gerinnungsfaktoren [1,3] Ermöglichen die Bindung von Gerinnungsfaktoren an Zellmembranen, was Voraussetzung für die Thrombinbildung ist [3]; mehrere Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX, X) benötigen Ca²⁺-Ionen zur Bindung an die prokoagulatorische Membran [1]
Prokoagulatorische Phospholipidmembran Membranoberfläche, die negativ geladene Phospholipide wie Phosphatidylserin exponiert [1] Notwendig für die Bildung von Tenase- und Prothrombinase-Komplexen [1]; Thrombozyten liefern die Phospholipidoberfläche für die Assemblierung von Gerinnungsfaktorkomplexen während der sekundären Hämostase [3]

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

The Role of Factor VIII in the Modern Coagulation Cascade

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Coagulation Cascade and Thrombopoietin Relationship

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Coagulation and fibrinolysis.

Scandinavian journal of gastroenterology. Supplement, 1987

Research

The blood coagulation system as a molecular machine.

BioEssays : news and reviews in molecular, cellular and developmental biology, 2003

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