Is Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) recommended for a female patient of reproductive age with premenstrual syndrome (PMS) and what are the potential side effects?

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Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) bei prämenstruellem Syndrom

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) kann zur Behandlung von emotionaler Instabilität und anderen PMS-Symptomen empfohlen werden, wobei eine Tagesdosis von 20 mg des standardisierten Extrakts die optimale Wirksamkeit zeigt. 1

Wirksamkeit bei PMS-Symptomen

Emotionale und psychische Symptome

  • Mönchspfeffer zeigt signifikante Verbesserungen bei Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Wut und Depression im Vergleich zu Placebo 2, 3, 4
  • In einer placebokontrollierten Studie berichteten 52% der Patientinnen unter Mönchspfeffer eine mindestens 50%ige Symptomreduktion, verglichen mit nur 24% unter Placebo 4
  • Die Wirkung auf emotionale Instabilität wird durch dopaminerge Wirkstoffe in der Pflanze vermittelt, die die Prolaktinsekretion regulieren 5

Körperliche Symptome

  • Mönchspfeffer lindert effektiv Brustspannung, Kopfschmerzen und Blähungen während der prämenstruellen Phase 2, 3, 4
  • Die Behandlung zeigt Wirksamkeit sowohl bei zyklischen als auch bei nicht-zyklischen Brustschmerzen 5
  • Für Menstruationsschmerzen selbst (Dysmenorrhoe) liegt keine spezifische Evidenz vor – die Studien fokussieren auf prämenstruelle Symptome, nicht auf Schmerzen während der Menstruation 2, 5

Optimale Dosierung und Anwendung

Dosierungsempfehlung

  • Die optimale Tagesdosis beträgt 20 mg des standardisierten Extrakts Ze 440 1
  • Eine Dosis von 8 mg ist nicht ausreichend wirksam, während 30 mg keine zusätzliche Verbesserung gegenüber 20 mg bringt 1
  • Alternative Dosierung: 40 Tropfen täglich an 6 Tagen vor der Menstruation über 6 aufeinanderfolgende Zyklen 3

Behandlungsdauer

  • Die Behandlung sollte über mindestens 3 Menstruationszyklen erfolgen, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen 1, 4
  • Erste Verbesserungen können bereits nach dem ersten Zyklus auftreten, die volle Wirkung entwickelt sich jedoch über 3 Zyklen 4

Nebenwirkungen und Verträglichkeit

Sicherheitsprofil

  • Mönchspfeffer wird allgemein gut vertragen mit milden und seltenen Nebenwirkungen 2, 1, 4
  • In kontrollierten Studien traten bei nur 4 von 86 Patientinnen unter Mönchspfeffer leichte Nebenwirkungen auf (verglichen mit 3 von 84 unter Placebo) 4
  • Keine der berichteten Nebenwirkungen führte zum Therapieabbruch 4

Häufige Nebenwirkungen

  • Leichte gastrointestinale Beschwerden können auftreten 2
  • Gelegentlich werden Hautreaktionen berichtet 5
  • Die Nebenwirkungsrate ist deutlich geringer als bei konventionellen Therapien wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern 2

Wichtige Einschränkungen der Evidenz

Qualität der Studien

  • Die meisten Studien weisen ein hohes Risiko für Bias auf, was die Aussagekraft einschränkt 2
  • Es besteht eine sehr hohe Heterogenität zwischen den Studien (I² = 91%), deren Ursache nicht vollständig geklärt werden konnte 2
  • Der Funnel-Plot und Egger-Test deuten auf ein Publikationsbias hin, sodass die tatsächliche Wirkung möglicherweise überschätzt wird 2

Vergleich mit Standardtherapien

  • Es fehlen qualitativ hochwertige Vergleichsstudien mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und oralen Kontrazeptiva, die als Erstlinientherapien bei schwerem PMS gelten 2
  • Orale Kontrazeptiva werden in Leitlinien als Erstlinientherapie bei PMS empfohlen, insbesondere bei gleichzeitigem Verhütungswunsch 6

Praktische Empfehlungen

Indikationsstellung

  • Mönchspfeffer eignet sich für Frauen mit leichtem bis mittelschwerem PMS, die pflanzliche Therapien bevorzugen 3
  • Bei schwerem PMS oder prämenstrueller dysphorischer Störung sollten zunächst evidenzbasierte Standardtherapien erwogen werden 2
  • Die Behandlung ist besonders geeignet für Patientinnen, die Nebenwirkungen konventioneller Therapien vermeiden möchten 5

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Frauen mit hormonabhängigen Tumoren sollte Mönchspfeffer aufgrund der hormonellen Wirkung mit Vorsicht eingesetzt werden 5
  • Die Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht ausreichend untersucht 5
  • Bei ausbleibender Besserung nach 3 Zyklen sollte eine Neubewertung der Diagnose und Therapie erfolgen 1, 4

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