Which is preferred for a patient with QT interval prolongation, ziprasidone or haloperidol?

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Haloperidol ist bei QT-Zeit-Verlängerung vorzuziehen

Bei Patienten mit QT-Zeit-Verlängerung sollte Haloperidol gegenüber Ziprasidon bevorzugt werden, da Ziprasidon eine deutlich stärkere QTc-Verlängerung verursacht (5-22 ms versus 7 ms). 1

Vergleichende QTc-Verlängerungsdaten

Die verfügbaren Leitlinien zeigen eindeutig unterschiedliche QTc-Verlängerungsprofile:

  • Ziprasidon: Verursacht eine mittlere QTc-Verlängerung von 5-22 ms, was unter den atypischen Antipsychotika die stärkste Verlängerung darstellt 1, 2, 3
  • Haloperidol: Verursacht eine mittlere QTc-Verlängerung von 7 ms (oral/intramuskulär) 1

Eine randomisierte Studie mit hochdosierten intramuskulären Injektionen zeigte nach der zweiten Injektion eine mittlere QTc-Änderung von 12,8 ms bei Ziprasidon versus 14,7 ms bei Haloperidol 4. Wichtig ist jedoch, dass diese Studie Hochdosis-Injektionen verwendete und nicht die klinische Standardpraxis widerspiegelt.

Kritische Überlegungen zur Verabreichungsform

Die Verabreichungsform von Haloperidol ist entscheidend: Die intravenöse Gabe von Haloperidol birgt ein deutlich höheres Risiko für QTc-Verlängerung und Torsades de Pointes als die orale oder intramuskuläre Verabreichung 5, 1. Bei Patienten mit bestehender QT-Verlängerung sollte:

  • Bevorzugt werden: Orale oder intramuskuläre Haloperidol-Gabe 1
  • Vermieden werden: Intravenöse Haloperidol-Gabe, insbesondere bei Dosen >5 mg 1

Leitlinienbasierte Empfehlungen für QT-Verlängerung

Die European Heart Journal Leitlinien empfehlen bei Patienten mit QTc-Verlängerung 5:

  • Wenn QTc ≥500 ms: Alle QT-verlängernden Medikamente sollten sofort abgesetzt werden 5
  • Wenn QTc 420-499 ms: Medikamente mit minimaler QTc-Wirkung bevorzugen 1
  • Wenn QTc >500 ms erreicht wird oder um >60 ms vom Ausgangswert ansteigt: Behandlung beenden oder Dosis reduzieren 5

Noch sicherere Alternativen

Wenn klinisch möglich, sollten bei Patienten mit QT-Verlängerung Antipsychotika mit noch geringerem QTc-Risiko in Betracht gezogen werden 1, 6:

  • Aripiprazol: 0 ms mittlere QTc-Verlängerung (erste Wahl) 1
  • Olanzapin: 2 ms mittlere QTc-Verlängerung 1
  • Risperidon: 0-5 ms mittlere QTc-Verlängerung 1

Wesentliche Überwachungsanforderungen

Unabhängig von der Wahl des Antipsychotikums müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden 5, 1:

  • Baseline-EKG vor Therapiebeginn zur Dokumentation des aktuellen QTc-Intervalls 5
  • Elektrolytkorrektur: Kalium >4,5 mEq/L und Magnesium normalisieren 5, 1
  • Folge-EKG nach Dosistitration 5
  • Vermeidung der gleichzeitigen Anwendung mehrerer QT-verlängernder Medikamente 5

Häufige Fallstricke

  • Mehrfache QT-verlängernde Medikamente: Die gleichzeitige Anwendung mehrerer QT-verlängernder Substanzen erhöht das Risiko exponentiell 5, 1
  • Hypokaliämie: Muss vor Beginn jeder antipsychotischen Therapie korrigiert werden 5
  • Geschlechtsunterschiede: Frauen haben ein höheres Risiko für QTc-Verlängerung und Torsades de Pointes 5, 1
  • Alter >65 Jahre: Erhöhtes Risiko, besondere Vorsicht erforderlich 5

Klinischer Algorithmus

Bei QTc <500 ms: Haloperidol oral/IM bevorzugen (nicht IV), mit engmaschiger EKG-Überwachung 1

Bei QTc ≥500 ms: Aripiprazol als erste Wahl, alternativ Benzodiazepine (z.B. Lorazepam) für Agitation 1, 7

Bei struktureller Herzerkrankung: Kardiologische Konsultation erwägen 5

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