Is Quercetin helpful for a patient with Mast Cell Activation Syndrome (MCAS)?

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Ist Quercetin bei Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) hilfreich?

Quercetin ist nicht in den aktuellen evidenzbasierten Leitlinien für MCAS enthalten und sollte daher nicht als Standardtherapie empfohlen werden, obwohl präklinische Daten vielversprechend sind.

Leitlinienbasierte Standardtherapie hat Vorrang

Die American Academy of Allergy, Asthma, and Immunology empfiehlt eine klare Behandlungshierarchie für MCAS, die Quercetin nicht einschließt 1, 2, 3:

  • Erste Linie: Nicht-sedierende H1-Antihistaminika (Cetirizin, Fexofenadin) in 2-4-facher FDA-Standarddosis plus H2-Antihistaminika (Famotidin) 2, 3
  • Zweite Linie: Orales Cromoglicinsäure-Natrium 200 mg viermal täglich für gastrointestinale Symptome 1, 2, 3
  • Dritte Linie: Leukotrienantagonisten (Montelukast 10 mg täglich) wenn Urin-LTE4 erhöht ist oder Antihistaminika unzureichend wirken 2, 4, 3
  • Refraktäre Fälle: Omalizumab oder kurzfristige systemische Kortikosteroide 1, 2, 3

Warum Quercetin nicht in Leitlinien erscheint

Trotz mechanistisch plausibler Laborstudien fehlen kontrollierte klinische Studien bei MCAS-Patienten:

  • Präklinische Evidenz ist vielversprechend: Quercetin hemmt in vitro die Freisetzung von Tryptase, IL-8, TNF, IL-6 und MCP-1 aus humanen Mastzellen effektiver als Cromoglicinsäure 5, 6, 7
  • Mechanismus: Quercetin blockiert die Kalziumerhöhung im Zytosol, NF-κB-Aktivierung und p38-MAPK-Signalwege 5, 7
  • Klinische Daten sind minimal: Nur zwei offene, unkontrollierte Pilotstudien zeigten Verbesserung bei Kontaktdermatitis und Photosensitivität – keine randomisierten kontrollierten Studien bei MCAS 5
  • Ein Fallbericht (2025): Eine 42-jährige Patientin mit CRPS, hEDS und MCAS erhielt Quercetin mit Bromelain als Teil eines GI-Regimes, aber die Wirksamkeit war unklar und nicht isoliert bewertbar 8

Praktische Überlegungen wenn Quercetin erwogen wird

Falls Sie Quercetin trotz fehlender Leitlinienempfehlung in Betracht ziehen:

  • Bioaverfügbarkeit ist problematisch: Quercetin hat eine schlechte orale Absorption; Formulierungen mit verbesserter Bioverfügbarkeit wären theoretisch vorteilhafter 5
  • Keine Standarddosierung: Die Laborstudien verwendeten 100 µM in vitro; es gibt keine etablierte klinische Dosis für MCAS 5, 6
  • Sicherheitsprofil: Die FDA-Kennzeichnung beschreibt Quercetin nur im homöopathischen Kontext zur "Beruhigung der Immunsystemreaktivität" ohne validierte medizinische Evidenz 9
  • Vorsichtige Einführung erforderlich: Wie bei allen MCAS-Therapien können paradoxe Mastzellaktivierungen auftreten; kontrollierte Einführung mit Notfallausrüstung ist ratsam 2, 3

Kritische Fallstricke

  • Verzögern Sie nicht die evidenzbasierte Therapie: Beginnen Sie immer mit hochdosierten H1/H2-Antihistaminika und Cromoglicinsäure, bevor Sie experimentelle Ansätze erwägen 1, 2, 3
  • Epinephrin-Autoinjektoren sind obligatorisch: Alle MCAS-Patienten müssen zwei Epinephrin-Autoinjektoren jederzeit bei sich tragen, unabhängig von der gewählten Therapie 2, 3
  • Keine Monotherapie: Quercetin sollte niemals als alleinige Behandlung verwendet werden, da dies von keiner Leitlinie unterstützt wird 1, 2, 3

Algorithmus für die Entscheidungsfindung

  1. Starten Sie mit leitlinienbasierter Therapie: H1-Antihistaminika (2-4× Standarddosis) + H2-Antihistaminika 2, 3
  2. Bei persistierenden GI-Symptomen: Fügen Sie Cromoglicinsäure 200 mg viermal täglich hinzu 1, 3
  3. Bei unzureichendem Ansprechen: Fügen Sie Montelukast 10 mg täglich hinzu 2, 3
  4. Nur bei refraktären Fällen nach Versagen der Standardtherapie: Erwägen Sie Quercetin als experimentellen Zusatz, nicht als Ersatz, mit informierter Zustimmung über fehlende klinische Evidenz 5

Die Behandlung sollte sich auf validierte, leitlinienbasierte Therapien konzentrieren, die nachweislich Morbidität und Mortalität bei MCAS reduzieren.

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