What are the guidelines for prescribing melperon to an adult schizophrenia patient?

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Last updated: February 3, 2026View editorial policy

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Melperon: Medikamentenprofil

Pharmakologische Klassifikation und Eigenschaften

Melperon ist ein atypisches Antipsychotikum aus der Butyrophenon-Gruppe mit niedrigem extrapyramidalem Nebenwirkungsprofil, das bei Dosen von 100-400 mg/Tag antipsychotische Wirksamkeit zeigt. 1

Wirkmechanismus und atypische Eigenschaften

  • Melperon verursacht keine Erhöhung der Prolaktinspiegel im Plasma, was es von typischen Antipsychotika unterscheidet 1, 2
  • Das Medikament zeigt minimale extrapyramidale Nebenwirkungen bei klinisch wirksamen Dosen 1, 2
  • Es besitzt Wirksamkeit gegen negative Symptome der Schizophrenie 3

Dosierung und therapeutische Anwendung

Standarddosierung bei Schizophrenie

  • Die wirksame Tagesdosis liegt zwischen 100-400 mg/Tag 1
  • Studien zeigen vergleichbare Wirksamkeit bei 100 mg/Tag und 400 mg/Tag, wobei beide Dosen psychopathologische Symptome gleichermaßen verbessern 1
  • Bei älteren Patienten mit Demenz wurden niedrigere Dosen von 10-300 mg/Tag verwendet 4

Anwendung bei therapieresistenter Schizophrenie

  • Melperon kann bei einem kleinen Anteil neuroleptika-resistenter Patienten wirksam sein 2, 5
  • Melperon sollte jedoch nicht als Alternative zu Clozapin bei therapieresistenter Schizophrenie betrachtet werden, da nur 3 von 21 Patienten in einer Fallserie erfolgreich damit behandelt werden konnten 5
  • Patienten, die nicht auf Melperon ansprechen, zeigen in der Regel auch keine Reaktion auf nachfolgende Clozapin-Behandlung, was auf eine sehr ausgeprägte Therapieresistenz hinweist 2

Nebenwirkungsprofil

Metabolische und endokrine Effekte

  • Keine signifikante Gewichtszunahme oder Erhöhung des Body-Mass-Index (BMI) 1, 2
  • Keine Erhöhung der Prolaktinspiegel 1, 2

Neurologische Nebenwirkungen

  • Keine Verschlechterung extrapyramidaler Symptome während der Behandlung 1, 2
  • Keine signifikanten Veränderungen auf der Abnormal Involuntary Movement Scale (AIMS) 1

Langzeitsicherheit

  • Langzeittherapie über 1-20 Jahre zeigte keine schwerwiegenden Nebenwirkungen, die eindeutig mit Melperon in Verbindung gebracht werden konnten 4
  • Keine klinisch relevanten EKG-Veränderungen oder ophthalmologischen Erkrankungen bei Langzeitanwendung 4

Kognitive Effekte

Verbesserung der Exekutivfunktion

  • Melperon verbessert die Exekutivfunktion, gemessen am Wisconsin Card Sorting Test (WCST-Kategorien und Prozent Perseveration) 3
  • Diese Verbesserung unterstützt die Arbeits- und Sozialfunktion bei Patienten mit Schizophrenie 3

Einschränkungen

  • Visuospatiale Manipulation (gemessen am WISC-R Maze) verschlechterte sich während der Melperon-Behandlung 3
  • Keine signifikanten Veränderungen bei verbalem Lernen, Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, verbaler Flüssigkeit oder anhaltender Aufmerksamkeit 3

Klinische Positionierung

Wann Melperon in Betracht ziehen

  • Bei Patienten, die ausgeprägte metabolische oder endokrine Nebenwirkungen unter anderen Antipsychotika entwickeln 1, 2
  • Bei älteren Patienten mit Demenz und psychotischen Symptomen, wo ein günstiges Nebenwirkungsprofil erforderlich ist 4
  • Als mögliche Option bei einem sehr kleinen Anteil therapieresistenter Patienten, die Clozapin nicht tolerieren 5

Wichtige Einschränkungen

  • Melperon sollte nicht als Erstlinientherapie bei Schizophrenie verwendet werden, da die aktuellen Leitlinien andere Antipsychotika mit robusterer Evidenzbasis empfehlen 6
  • Die Evidenz für Melperon basiert hauptsächlich auf kleineren Studien ohne Placebokontrolle, was Vorsicht bei der Annahme der Wirksamkeit erfordert 1
  • Bei therapieresistenter Schizophrenie bleibt Clozapin die Behandlung der Wahl 6

Häufige Fallstricke

  • Nicht erwarten, dass Melperon bei der Mehrheit therapieresistenter Patienten wirksam ist – nur eine Minderheit spricht an 5
  • Nicht als gleichwertige Alternative zu Clozapin betrachten, da die Wirksamkeit deutlich geringer ist 5
  • Trotz des günstigen Nebenwirkungsprofils zeigen Studien nur bescheidene Verbesserungen der Psychopathologie 1

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