For an adult with post‑COVID fatigue, dyspnea, and exercise intolerance, is intermittent hypoxic‑hyperoxic training indicated, and what cardiac/pulmonary evaluations, protocol details, and contraindications should be considered?

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Last updated: February 12, 2026View editorial policy

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IHHT bei Long-COVID

Intermittierende Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) ist derzeit keine etablierte Standardtherapie für Long-COVID und wird in den aktuellen ACC-Leitlinien nicht empfohlen; stattdessen sollte ein strukturiertes Programm mit liegendem/halbliegendem Training nach kardialer Abklärung durchgeführt werden.

Evidenzlage zu IHHT

Die einzige verfügbare Studie zu IHHT bei Long-COVID zeigt vielversprechende Ergebnisse, aber wichtige Einschränkungen:

  • Eine kontrollierte Pilotstudie (2024, n=145) zeigte, dass IHHT zusätzlich zur stationären Rehabilitation die 6-Minuten-Gehstrecke 2,8-fach stärker verbesserte als Standardtherapie allein (91,7 m vs. 32,6 m) 1
  • Das Protokoll umfasste 3x wöchentlich überwachte Sitzungen mit intermittierender hypoxischer (10-12% O₂) und hyperoxischer (30-35% O₂) Atmung über die gesamte Rehabilitationsdauer 1
  • Sekundäre Endpunkte wie Dyspnoe, Fatigue und Lebensqualität verbesserten sich signifikant, ohne unerwünschte Ereignisse 1

Kritische Bewertung: Diese Studie war nicht randomisiert, offen und hatte eine kleine Stichprobengröße. IHHT wird in keiner aktuellen Leitlinie erwähnt und sollte als experimentell betrachtet werden 2.

Empfohlene Standardtherapie nach ACC-Leitlinien

Obligatorische kardiale/pulmonale Abklärung vor Trainingstherapie

Vor Beginn jeglicher Trainingstherapie müssen folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Basislabor einschließlich kardialem Troponin 2, 3
  • 12-Kanal-EKG 2
  • Echokardiographie zur Beurteilung von diastolischer Dysfunktion, Ejektionsfraktion, pulmonaler Hypertonie und Perikardveränderungen 2, 3
  • Langzeit-EKG zum Ausschluss von Arrhythmien und posturaler orthostatischer Tachykardie 2, 3
  • Röntgen-Thorax und/oder CT-Thorax 2
  • Lungenfunktionsprüfung 2, 3

Kardiologische Konsultation erforderlich bei:

  • Abnormen kardialen Testergebnissen 2
  • Bekannter kardiovaskulärer Erkrankung mit neuen/verschlechterten Symptomen 2
  • Dokumentierten kardialen Komplikationen während der SARS-CoV-2-Infektion 2
  • Persistierenden kardiopulmonalen Symptomen ohne andere Erklärung 2

Strukturiertes Trainingsprogramm (ACC-Standard)

Initiales Protokoll:

  • Liegendes/halbliegendes Training (Rudern, Schwimmen, Radfahren) ist initial obligatorisch, da aufrechtes Training die Fatigue verschlimmern und postexertionelle Malaise auslösen kann 2
  • Startdosis: 5-10 Minuten täglich bei einer Intensität, die vollständige Sätze sprechen erlaubt 2
  • Progression: Schrittweise Steigerung um ca. 2 Minuten pro Tag pro Woche 2
  • Übergang zu aufrechtem Training erst nach Verbesserung der orthostatischen Intoleranz 2

Pathophysiologische Begründung: Trainingstherapie erhöht Herzmasse und Blutvolumen, verbessert ventrikuläre Compliance, verschiebt die Frank-Starling-Kurve nach oben und steigert Schlagvolumen und maximale Sauerstoffaufnahme 2. Dekonditionierung kann bereits nach 20 Stunden Inaktivität auftreten 4, 5.

Unterstützende nicht-pharmakologische Maßnahmen

  • Salz- und Flüssigkeitsbelastung: 5-10 g Natrium (1-2 Teelöffel Kochsalz) und 3 Liter Wasser/Elektrolytlösung täglich 2
  • Kopfende des Bettes um 10-15 cm erhöhen 2
  • Kompressionsstrümpfe (hüfthoch) zur Unterstützung des zentralen Blutvolumens 2
  • Vermeidung von Alkohol, Koffein, großen Mahlzeiten und übermäßiger Hitzeexposition 2

Pharmakologische Optionen

Bei persistierender Tachykardie und Palpitationen:

  • Beta-Blocker (niedrig dosiert: Bisoprolol, Metoprolol, Nebivolol, Propranolol) als Erstlinientherapie 2, 3
  • Nicht-Dihydropyridin-Kalziumkanalblocker (Diltiazem, Verapamil) als Alternative 2
  • Ivabradin bei schwerer Fatigue, die durch Beta-Blocker verschlimmert wird 2
  • Fludrocortison (bis 0,2 mg nachts) mit Kaliumüberwachung bei orthostatischer Intoleranz 2
  • Midodrin (2,5-10 mg, erste Dosis morgens vor dem Aufstehen, letzte Dosis nicht später als 16 Uhr) 2

Kontraindikationen für Training

Absolute Kontraindikationen:

  • Myokarditis: 3-6 Monate Trainingsabstinenz obligatorisch 2
  • Abnorme kardiale MRT-Befunde bis zur Klärung 2
  • Instabile kardiovaskuläre Erkrankung 2

Relative Kontraindikationen:

  • Persistierende kardiopulmonale Symptome ohne abgeschlossene Diagnostik 2
  • Schwere orthostatische Hypotonie trotz Therapie 2

Häufige Fallstricke

  • Zu frühes aufrechtes Training: Verschlimmert orthostatische Intoleranz und führt zu postexertioneller Malaise 2
  • Zu aggressive Progression: Kann zu Rückschlägen führen; langsame Steigerung ist entscheidend 2
  • Unzureichende kardiale Abklärung: Myokarditis muss vor Trainingsbeginn ausgeschlossen werden 2
  • Ignorieren von postexertioneller Malaise: Erfordert Reduktion der Trainingsintensität 2, 4, 5

Klinischer Algorithmus

  1. Kardiopulmonale Symptome vorhanden? → Ja: Vollständige kardiale Abklärung (EKG, Troponin, Echo, Langzeit-EKG, Bildgebung, Lungenfunktion) 2, 3
  2. Abnorme Befunde oder persistierende Symptome? → Ja: Kardiologische Konsultation 2
  3. Myokarditis ausgeschlossen? → Ja: Strukturiertes liegendes Training beginnen 2
  4. Orthostatische Intoleranz verbessert? → Ja: Übergang zu aufrechtem Training 2
  5. Symptome persistieren trotz Training? → Pharmakologische Therapie erwägen 2

IHHT sollte nur im Rahmen kontrollierter Studien oder nach Ausschöpfung aller etablierten Therapien in spezialisierten Zentren erwogen werden, da die Evidenz unzureichend ist und keine Leitlinienempfehlung existiert 1.

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