I have POTS and am already taking a beta‑blocker, but it does not improve my anxiety; what additional therapies can I use?

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Last updated: February 14, 2026View editorial policy

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Zusätzliche Therapien bei POTS und Angst trotz Betablocker-Behandlung

Wenn Ihr Betablocker die Angst nicht verbessert, sollten Sie zunächst nicht-medikamentöse Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie und Atemtechniken einsetzen, und bei anhaltenden Symptomen können SSRIs oder SNRIs als zusätzliche Medikation in Betracht gezogen werden. 1

Warum Betablocker allein möglicherweise nicht ausreichen

  • Betablocker behandeln primär die körperlichen Symptome von POTS (Herzrasen, Palpitationen), adressieren aber nicht die psychologischen Komponenten der Angst 2, 1
  • Viele POTS-Patienten erleben einen Teufelskreis: Die Angst verstärkt die POTS-Symptome, was wiederum die Angst verschlimmert 1
  • Bei hyperadrenergen POTS-Formen kann Propranolol zwar bei Angst helfen, aber die Evidenz für Betablocker bei generalisierten Angststörungen ist begrenzt 2, 3

Nicht-medikamentöse Therapien als erste Wahl

Psychologische Interventionen

  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) ist die Erstlinientherapie bei chronischer Angst im Zusammenhang mit POTS 1
  • Sensory-Grounding-Techniken helfen, im Moment präsent zu bleiben und Dissoziation während Angstepisoden zu verhindern 1
  • Aufklärung über den physiologischen Prozess der Angst und deren Wechselwirkung mit POTS-Symptomen ist entscheidend 1

Atemtechniken und Entspannung

  • Atemübungen und progressive Muskelentspannung zur Bewältigung akuter Angstsymptome 1
  • Diese Techniken können die körperliche Reaktion auf Angst direkt beeinflussen 1

Bewegungstherapie

  • Regelmäßiges kardiovaskuläres Training in liegender oder halb-liegender Position, beginnend mit kurzer Dauer und schrittweiser Steigerung 2, 1
  • Bewegung verbessert sowohl POTS-Symptome als auch Angst, sollte aber unter Anleitung eines Physiotherapeuten erfolgen 2

Medikamentöse Zusatztherapien

SSRIs/SNRIs als Hauptoption

  • Bei schwerer Angst sind selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) die pharmakologische Erstlinientherapie 1
  • Diese müssen in niedriger Dosis begonnen und langsam titriert werden 1
  • SSRIs/SNRIs sind bei chronischer Angst deutlich wirksamer als Betablocker 4, 3

Alternative Betablocker-Strategien

  • Wenn Sie bereits einen selektiven Betablocker (z.B. Metoprolol, Bisoprolol) nehmen, könnte ein Wechsel zu Propranolol erwogen werden, da es die Blut-Hirn-Schranke überschreitet und zusätzlich bei Angst und Migräne helfen kann 2, 4
  • Propranolol ist besonders bei hyperadrenergen POTS-Formen mit ausgeprägten Angstsymptomen sinnvoll 2, 1

Ivabradine als Alternative

  • Ivabradine kann bei Patienten mit schwerer Fatigue, die durch Betablocker verschlimmert wird, eine Alternative sein 2, 1
  • Es senkt die Herzfrequenz ohne die negativen Effekte auf Energie und Stimmung, die manche Betablocker haben 2

Neuromodulatoren

  • Bei Patienten mit komorbiden Symptomen können Neuromodulatoren (trizyklische Antidepressiva, Antikonvulsiva) in niedriger Dosis erwogen werden 2, 1
  • Diese sollten ebenfalls niedrig dosiert beginnen und langsam gesteigert werden 1

Wichtige Warnhinweise

  • Betablocker können bei prädisponierten Patienten depressive Zustände auslösen oder verschlimmern 2, 3, 5
  • Wenn Sie sich zunehmend niedergeschlagen oder hoffnungslos fühlen, sollte dies mit Ihrem Arzt besprochen werden 3
  • Propranolol sollte nicht bei Asthma, COPD, Bradykardie oder Herzinsuffizienz eingesetzt werden 4
  • Bei Diabetes kann Propranolol Hypoglykämie-Symptome maskieren 2, 4

Praktischer Behandlungsalgorithmus

  1. Sofort beginnen: Kognitive Verhaltenstherapie und Atemtechniken 1
  2. Parallel: Strukturiertes Bewegungsprogramm in liegender Position 2, 1
  3. Bei unzureichender Besserung nach 4-6 Wochen: SSRI/SNRI in niedriger Dosis hinzufügen 1
  4. Betablocker-Optimierung: Wenn noch nicht geschehen, Wechsel zu Propranolol erwägen (falls keine Kontraindikationen) 2, 4
  5. Bei Fatigue durch Betablocker: Ivabradine als Alternative diskutieren 2, 1

Häufige Fallstricke vermeiden

  • Nicht nur auf Medikamente setzen – die nicht-pharmakologischen Ansätze sind bei POTS-assoziierter Angst oft wirksamer 1
  • Betablocker nicht als Langzeitlösung für generalisierte Angst verwenden – sie sind primär für situative Angst geeignet 4, 3
  • SSRIs/SNRIs nicht zu schnell aufdosieren bei POTS-Patienten, da diese oft empfindlicher auf Medikamente reagieren 1
  • Die Wechselwirkung zwischen POTS-Symptomen und Angst erkennen – beide müssen gleichzeitig behandelt werden 1

References

Guideline

Treatment of Anxiety in Patients with Postural Orthostatic Tachycardia Syndrome (POTS)

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Beta-blockers in anxiety disorders.

Journal of affective disorders, 1987

Guideline

Propranolol for Stage Fright

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

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