How often does iris hyperpigmentation occur in adult patients using prostaglandin‑analog eye drops (latanoprost, bimatoprost, travoprost) for ocular hypertension or open‑angle glaucoma?

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Last updated: February 19, 2026View editorial policy

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Häufigkeit der Irisverfärbung unter Prostaglandin-Analoga

Bei kaukasischen Patienten entwickeln 10-18% eine Hyperpigmentierung der Iris während der Behandlung mit Prostaglandin-Analoga über 1-2 Jahre, wobei das Risiko bei Patienten mit gemischtfarbigen Augen (grün-braun oder blau-braun) deutlich höher ist. 1, 2

Zeitlicher Verlauf der Pigmentierung

  • Die Mehrzahl der Patienten, die eine sichtbare Irisverfärbung entwickeln, zeigt den Beginn innerhalb des ersten Behandlungsjahres 3
  • Die Pigmentierung schreitet während der gesamten Behandlungsdauer fort – in einer 5-Jahres-Studie zeigten Patienten kontinuierlich zunehmende Irispigmentierung über den gesamten Studienzeitraum 3
  • Die Verfärbung ist wahrscheinlich permanent oder nur sehr langsam reversibel nach Absetzen der Therapie 4, 1

Risikofaktoren und Prädisposition

  • Patienten mit heterochromen oder haselnussbraunen Augen haben eine deutlich höhere Prädisposition für Latanoprost-induzierte Irispigmentierung 4
  • Speziell bei Patienten mit grün-braunen oder blau-braunen Augen ist das Risiko erhöht 2
  • Bei asiatischen Populationen scheint die Hyperpigmentierung häufiger aufzutreten als bei Kaukasiern 1
  • Bei unilateraler Behandlung kann eine permanente Heterochromie zwischen den Augen entstehen, was der einzige klare klinische Nachteil dieser Nebenwirkung ist 4

Mechanismus der Pigmentierung

  • Prostaglandin-Analoga stimulieren die Melanogenese in irialen Melanozyten durch Hochregulation der Tyrosinase-Gentranskription 4
  • Die Pigmentierung entsteht durch erhöhte Melaninproduktion, nicht durch Melanozytenvermehrung 1
  • Da Latanoprost und Travoprost selektive Agonisten für den Prostaglandin-F2α-Rezeptor sind, wird der Effekt wahrscheinlich über diesen Rezeptor vermittelt 4

Klinische Sicherheitsaspekte

  • Histopathologische Studien haben keine Hinweise auf schädliche Folgen der Irispigmentierung gefunden 4
  • Die Entwicklung einer Irispigmentierung beeinflusste weder die Inzidenz noch die Art oder Schwere anderer unerwünschter Ereignisse 3
  • Die IOP-Reduktion war unabhängig davon, ob sich während der Studie eine Irispigmentierung entwickelte 3

Wichtige klinische Überlegungen

  • Patienten müssen vor Therapiebeginn über das Risiko einer permanenten Irisverfärbung aufgeklärt werden 5
  • Eine sorgfältige lebenslange Überwachung dieser Patienten wird empfohlen 1
  • Bei etwa 30% der Patienten (insbesondere bei nicht-homogener Augenfarbe) können Latanoprost-Augentropfen eine permanente Verdunkelung der Iris verursachen 5

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