In a patient with regularly monitored pulmonary function tests that are fluctuating, evidence of lung hyperinflation, and possible new‑onset asthma, what are the appropriate initial diagnostic and treatment steps?

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Diagnostische Abklärung bei schwankenden Lungenfunktionstests und Lungenüberblähung

Bei einem Patienten mit schwankenden Lungenfunktionstests und Lungenüberblähung sollten Sie zunächst eine vollständige Spirometrie mit Bronchodilatator-Reversibilitätstestung durchführen, um zwischen neu aufgetretenem Asthma, COPD oder einer Überlappung beider Erkrankungen zu unterscheiden. 1, 2

Initiale diagnostische Schritte

Spirometrische Basisuntersuchung

  • Führen Sie eine vollständige Lungenfunktionsprüfung durch, einschließlich Spirometrie (prä- und post-Bronchodilatator), statische Lungenvolumina mittels Bodyplethysmographie und CO-Diffusionskapazität 1
  • Die Bodyplethysmographie ist bei Lungenüberblähung der Gasverdünnungsmethode überlegen, da sie auch schlecht ventilierte Bereiche (Air Trapping) erfasst 1
  • Dokumentieren Sie FEV1, FVC, FEV1/FVC-Ratio, Residualvolumen (RV) und Totalkapazität (TLC) 1

Interpretation der Lungenüberblähung

Die Lungenüberblähung manifestiert sich durch:

  • Erhöhtes RV und TLC aufgrund verminderter elastischer Rückstellkräfte 1
  • Bei Bodyplethysmographie gemessene Volumina sind typischerweise größer als bei Gasverdünnung gemessen 1
  • Dies spricht für obstruktive Atemwegserkrankung mit Air Trapping 3

Differenzierung: Asthma versus COPD

Bronchodilatator-Reversibilitätstest

Führen Sie den Test durch, wenn der Patient klinisch stabil ist:

  • Keine kurzwirksamen Bronchodilatatoren in den letzten 6 Stunden 1
  • Keine langwirksamen β-Agonisten in den letzten 12 Stunden 1
  • Keine Retard-Theophylline in den letzten 24 Stunden 1

Interpretation der Reversibilität:

  • Asthma-typisch: ≥12% UND ≥200 ml Zunahme des FEV1 nach Bronchodilatator 1, 2
  • Bei AAT-Mangel und COPD ist die Reversibilität meist moderat, auch wenn Symptome wie Husten und Giemen vorhanden sind 1
  • Wichtiger Hinweis: Die GOLD-Kriterien (post-Bronchodilatator FEV1 <80% + FEV1/FVC <70%) haben zwar 100% Sensitivität für COPD, aber nur 38% Spezifität – sie schließen Asthma nicht sicher aus 4

Schwankende Lungenfunktion als diagnostischer Hinweis

  • Peak-Flow-Variabilität ≥20% über 2 Wochen mit mindestens 60 L/min Änderung spricht stark für Asthma 1, 2
  • Bei COPD ist die Variabilität typischerweise geringer, da die Obstruktion überwiegend fixiert ist 1
  • Führen Sie eine 2-wöchige Peak-Flow-Selbstmessung durch, wenn die Spirometrie nicht eindeutig ist 1, 2

Zusätzliche diagnostische Maßnahmen

Bei normaler oder grenzwertiger Spirometrie

Wenn die klinische Anamnese stark für Asthma spricht, aber die Spirometrie normal ist:

  • Methacholin-Provokationstest zum Nachweis bronchialer Hyperreagibilität 1, 2
  • Ein negativer Test schließt Asthma weitgehend aus 1
  • Ein positiver Test bestätigt Atemwegshyperreagibilität, ist aber nicht spezifisch für Asthma 1

Bildgebung

  • Thorax-Röntgen bei moderater bis schwerer Erkrankung zum Ausschluss von Emphysem, Bullae oder Lungenkarzinom 1
  • Radiologische Zeichen der Überblähung: tiefstehende, abgeflachte Zwerchfelle, erhöhter anterior-posteriorer Thoraxdurchmesser, vergrößerter Retrosternalraum 1
  • HRCT ist sensitiver als Röntgen oder Lungenfunktion für den Nachweis von Emphysem 1

Diffusionskapazität

  • Verminderte DLCO spricht für Emphysem/COPD 1
  • Bei reinem Asthma ist die DLCO typischerweise normal 1
  • FEV1 und DLCO korrelieren nicht immer gut, daher beide Parameter bestimmen 1

Therapeutische Erstmaßnahmen

Bei Verdacht auf Asthma

  • Beginnen Sie mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) plus kurzwirksamen β2-Agonisten bei Bedarf 1
  • Evaluieren Sie die Therapieantwort nach 2-6 Wochen mittels Spirometrie 1
  • Bei Asthma sollte sich die Lungenfunktion unter adäquater Therapie normalisieren 1, 2

Bei Verdacht auf COPD

  • Langwirksame Bronchodilatatoren (LABA oder LAMA) als Basistherapie 1
  • Die Reversibilität ist bei COPD geringer, aber Bronchodilatatoren können die Überblähung reduzieren 3

Bei Asthma-COPD-Overlap

Wenn sowohl Asthma- als auch COPD-Merkmale vorliegen:

  • Kombination aus ICS und langwirksamen Bronchodilatatoren 2
  • Besonders wenn Bronchodilatator-Reversibilität >15% und >400 ml beträgt 2

Verlaufskontrolle

Regelmäßige Spirometrie-Kontrollen:

  • Nach Therapiebeginn zur Evaluation des Ansprechens 1
  • Dann mindestens jährlich bei stabiler Erkrankung 1
  • Alle 2-6 Monate bei instabiler Erkrankung oder Therapieanpassung 1

Häufige Fallstricke

  • Verlassen Sie sich nicht allein auf Peak-Flow-Messungen – diese unterschätzen den Schweregrad bei COPD und haben eine hohe Variabilität 1, 5
  • Eine normale Spirometrie zwischen Asthma-Episoden schließt die Diagnose nicht aus 2, 6
  • Die Symptomwahrnehmung korreliert schlecht mit der objektiven Lungenfunktion – objektive Messungen sind unverzichtbar 1
  • FEF25-75% hat begrenzte klinische Bedeutung bei normalem FEV1 und FEV1/FVC aufgrund hoher Variabilität 5

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Asthma Diagnosis and Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

Research

Pulmonary hyperinflation a clinical overview.

The European respiratory journal, 1996

Guideline

Interpretation of Lung Function Parameters

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

Research

Physiologic measures: pulmonary function tests. Asthma outcome.

American journal of respiratory and critical care medicine, 1994

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