What is the appropriate management for a patient with diffuse vertebral body thickening and surrounding edema without fresh fractures or osteolyses?

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Last updated: July 31, 2025View editorial policy

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Management der diffusen Wirbelkörperverdichtung BWK 11 mit paravertebraler Imbibierung

Bei diffuser Wirbelkörperverdichtung mit paravertebraler Imbibierung ohne frische Frakturen oder Osteolysen ist eine konservative Therapie mit engmaschiger Überwachung die empfohlene Behandlungsstrategie.

Differentialdiagnostische Überlegungen

Die beschriebenen MRT-Befunde - diffuse Verdichtung des BWK 11 mit paravertebraler Imbibierung bei glatten Abschlussplatten und nicht erweiterten Zwischenwirbelräumen - können verschiedene Ursachen haben:

  • Osteoporotische Veränderungen mit Knochenmarködem
  • Frühe entzündliche Veränderungen (Spondylodiszitis)
  • Bandscheibenprotrusion mit Knochenmarködem
  • Neoplastische Infiltration (frühe Phase)
  • SAPHO-Syndrom

Diagnostischer Algorithmus

  1. MRT-Befundanalyse:

    • Flüssigkeitssensitive Sequenzen (STIR oder fettgesättigte T2-Wichtung) zur Beurteilung des Knochenmarködems 1
    • T1-gewichtete Sequenzen zur Beurteilung der Knochenmarkstruktur
    • Kontrastmittelgabe zur Differenzierung zwischen benignen und malignen Veränderungen
  2. Zusätzliche Bildgebung bei unklarem Befund:

    • Tc-99m Knochenszintigraphie oder SPECT/CT zur Bestimmung der metabolischen Aktivität 1
    • FDG-PET/CT bei Verdacht auf Infektion oder Malignom 1
  3. Labordiagnostik:

    • Entzündungsparameter (CRP, BSG) zum Ausschluss einer Spondylodiszitis 2
    • Tumormarker bei Verdacht auf maligne Genese
  4. Biopsie:

    • Bei unklarem Befund oder Verdacht auf Malignom/Infektion 1

Therapeutisches Management

Konservative Therapie (Erstlinienbehandlung)

  1. Schmerztherapie:

    • NSAR als Basismedikation 1
    • Bei Bedarf schwache Opioide unter Beachtung von Nebenwirkungen (Sedierung, Übelkeit, erhöhtes Sturzrisiko) 1
  2. Mobilisation:

    • Vermeidung längerer Bettruhe
    • Angepasste körperliche Aktivität
  3. Verlaufskontrolle:

    • Klinische Kontrolle nach 2-3 Wochen
    • MRT-Kontrolle nach 6-8 Wochen bei ausbleibender Besserung 1
    • Knochenmarködem bildet sich typischerweise innerhalb von 1-3 Monaten zurück 1

Interventionelle Therapie (bei Therapieversagen)

Bei anhaltenden Schmerzen über 3 Monate trotz konservativer Therapie:

  • Erwägung einer perkutanen Vertebroplastie oder Kyphoplastie 1
  • Voraussetzung: Ausschluss einer Infektion oder malignen Erkrankung

Besondere Überlegungen

  • Ausschluss einer Spondylodiszitis: Bei anhaltenden Schmerzen, Fieber oder erhöhten Entzündungswerten sollte eine Infektion ausgeschlossen werden 2, 3
  • Bandscheibenprotrusion mit Knochenmarködem: Kann ähnliche MRT-Befunde verursachen und spricht in der Regel gut auf konservative Therapie an 4
  • SAPHO-Syndrom: Bei kontiguierter Beteiligung mehrerer Wirbelkörper mit halbkreisförmigem Muster und fehlender Bandscheibenveränderung zu erwägen 5

Prognose

Die meisten Patienten mit Knochenmarködem ohne strukturelle Schäden zeigen eine spontane Besserung der Symptome innerhalb von 6-8 Wochen 1. Bei ausbleibender Besserung ist eine erneute diagnostische Abklärung erforderlich.

Warnhinweise

  • Bei neurologischen Defiziten, Fieber oder anhaltenden starken Schmerzen ist eine umgehende Reevaluation notwendig
  • Bei Verdacht auf Infektion ist eine Vertebroplastie kontraindiziert 1
  • Die Differenzierung zwischen benignen und malignen Veränderungen kann schwierig sein und erfordert manchmal eine Biopsie

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Vertebral osteomyelitis.

Infectious disease clinics of North America, 1990

Research

Pyogenic vertebral osteomyelitis/disc infection.

Bailliere's best practice & research. Clinical rheumatology, 1999

Research

SAPHO Syndrome: Imaging Findings of Vertebral Involvement.

AJNR. American journal of neuroradiology, 2016

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