What is the management approach for postperfusion arrhythmia requiring cardioversion and catecholamines?

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Last updated: September 12, 2025View editorial policy

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Management von Postperfusions-Arrhythmien mit Kardioversion und Katecholaminbedarf

Bei Postperfusions-Arrhythmien mit hämodynamischer Instabilität ist eine sofortige synchronisierte Gleichstrom-Kardioversion indiziert, gefolgt von einer antiarrhythmischen Therapie und Katecholaminen zur hämodynamischen Stabilisierung.

Akutmanagement bei hämodynamischer Instabilität

Sofortige Kardioversion

  • Bei Vorliegen von hämodynamischer Instabilität, laufender Myokardischämie, symptomatischer Hypotonie oder Herzinsuffizienz ist eine sofortige R-Zacken-synchronisierte Gleichstrom-Kardioversion indiziert 1
  • Initiale Energiedosis:
    • 100-200 J für biphasische Geräte
    • 360 J für monophasische Geräte 2
  • Bei Vorhofflimmern mit Präexzitation (WPW-Syndrom) ist ebenfalls eine sofortige Kardioversion erforderlich 1

Katecholamin-Therapie

  • Nach erfolgreicher Kardioversion kann bei persistierender Hypotonie Epinephrin (Adrenalin) eingesetzt werden:
    • Dosierung: 0,01 mg/kg (1 mg) i.v. alle 3-5 Minuten 2
    • Vorsicht bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder Kardiomyopathie wegen erhöhtem Risiko für Arrhythmien und myokardiale Ischämie 3
  • Engmaschiges Monitoring des Blutdrucks zur Vermeidung exzessiver Blutdruckanstiege 3

Antiarrhythmische Therapie

Bei Vorhofflimmern

  • Amiodarone ist eine vernünftige Option zur pharmakologischen Kardioversion 1:
    • Initialdosis: 5 mg/kg (300 mg) über eine Stunde
    • In lebensbedrohlichen Situationen kann die Gabe über 15 Minuten erfolgen und nach einer Stunde wiederholt werden 1
    • Erhaltungsdosis: 15 mg/kg (bis zu 900 mg) über die nächsten 24 Stunden 1

Bei ventrikulären Tachykardien

  • Amiodarone i.v. sollte bei hämodynamisch instabiler, monomorpher ventrikulärer Tachykardie erwogen werden, wenn diese auf elektrische Kardioversion nicht anspricht 1
  • Bei Torsade de pointes kann Magnesiumsulfat erwogen werden 2

Management bei sofortiger Reinitiation der Arrhythmie

  • Bei sofortiger Wiederaufnahme der Arrhythmie nach Kardioversion:
    • Antiarrhythmische Vorbehandlung mit Amiodaron, Flecainid, Ibutilid, Propafenon oder Sotalol kann den Erfolg der Gleichstrom-Kardioversion verbessern und erneutes Vorhofflimmern verhindern 1
    • Bei Patienten mit Rezidiv nach erfolgreicher Kardioversion kann eine Wiederholung des Verfahrens nach prophylaktischer Gabe von Antiarrhythmika sinnvoll sein 1
    • Studien zeigen, dass 91% der Patienten mit sofortiger Reinitiation von Vorhofflimmern nach elektrischer Kardioversion unter Amiodarone und wiederholter Kardioversion einen langfristigen Sinusrhythmus aufrechterhalten können 4

Besonderheiten bei Reperfusions-Arrhythmien

  • Reperfusions-Arrhythmien entstehen durch komplexe zelluläre und humorale Reaktionen nach Wiedereröffnung einer Koronararterie 5
  • Freie Sauerstoffradikale, Kalzium und andere Substanzen spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung 5
  • Beta-Blocker können hilfreich sein, da Katecholamine eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arrhythmien spielen, besonders unter ischämischen Bedingungen 6, 7

Antikoagulation

  • Bei Vorhofflimmern mit einer Dauer von ≥48 Stunden oder unbekannter Dauer wird eine Antikoagulation (INR 2,0-3,0) für mindestens 3 Wochen vor und 4 Wochen nach der Kardioversion empfohlen 1
  • Bei Patienten mit Vorhofflimmern >48 Stunden, die aufgrund hämodynamischer Instabilität eine sofortige Kardioversion benötigen, sollte gleichzeitig Heparin verabreicht werden 1

Langzeitmanagement

  • Nach erfolgreicher Kardioversion sollte eine antiarrhythmische Erhaltungstherapie erwogen werden
  • Bei wiederkehrenden Arrhythmien trotz medikamentöser Therapie kann eine Katheterablation in Betracht gezogen werden 1
  • Regelmäßige Nachsorge zur Überwachung von Arrhythmie-Rezidiven und zur Anpassung der Therapie

Vorsichtsmaßnahmen

  • Vermeiden von Digitalis und Sotalol zur pharmakologischen Kardioversion von Vorhofflimmern 1
  • Bei Präexzitation (WPW-Syndrom) keine Gabe von Digoxin, Amiodaron oder Beta-Blockern, da diese die Leitung über den akzessorischen Leitungsweg verstärken und das Risiko lebensbedrohlicher ventrikulärer Arrhythmien erhöhen können 1
  • Engmaschige Überwachung der Elektrolyte und Säure-Basen-Haushalt, da Störungen Arrhythmien begünstigen können

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Cardiac Arrest Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

[Reperfusion arrhythmias].

Bratislavske lekarske listy, 1998

Research

Role of catecholamines in the genesis of arrhythmias.

Advances in myocardiology, 1980

Research

Cardiac adrenergic control and atrial fibrillation.

Naunyn-Schmiedeberg's archives of pharmacology, 2010

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