What strong pain medications can be used for glaucoma patients with a herniated disc?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 9, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Starke Schmerzmittel für Glaukompatienten mit Bandscheibenvorfall

Für Glaukompatienten mit Bandscheibenvorfall ist Tramadol das am besten geeignete starke Schmerzmittel, da es wirksam gegen neuropathische Schmerzen ist und ein geringeres Risiko für Atemdepression als andere Opioide aufweist. 1, 2

Erstlinientherapie

  • Tramadol ist als schwacher μ-Opioid-Agonist mit zusätzlicher Noradrenalin- und Serotonin-Wiederaufnahmehemmung besonders wirksam bei neuropathischen Schmerzen wie bei einem Bandscheibenvorfall 1
  • Dosierung: Beginn mit 50 mg 1-2 mal täglich, schrittweise Steigerung bis maximal 400 mg täglich 1
  • Tramadol zeigt eine überlegene Wirksamkeit gegenüber Placebo bei der Schmerzreduktion und Verbesserung der körperlichen Funktion 1
  • Bei akuten starken Schmerzen kann Tramadol als kurzfristiges Erstlinien-Mittel gerechtfertigt sein 1

Alternative Optionen

Antikonvulsiva

  • Gabapentin und Pregabalin sind wirksame Alternativen bei neuropathischen Schmerzen 1
    • Gabapentin: Beginn mit 600 mg am ersten Tag, Steigerung alle 3 Tage auf 1800 mg, aufgeteilt in 3 Dosen; maximale analgetische Dosis 1800-3600 mg täglich 1
    • Pregabalin: Beginn mit 75 mg zur Nacht, wöchentliche Steigerung bis maximal 600 mg täglich 1

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI)

  • Duloxetin und Venlafaxin haben sowohl antidepressive als auch zentrale analgetische Eigenschaften 1
  • Duloxetin ist in Dosen von 20-120 mg/Tag wirksam bei neuropathischen Schmerzen 1

Trizyklische Antidepressiva

  • Nortriptylin wird aufgrund des besseren Nebenwirkungsprofils bevorzugt 1
  • Dosierung: Beginn mit 10-25 mg zur Nacht, Steigerung alle 3-7 Tage auf 25-100 mg zur Nacht 1

Besondere Überlegungen für Glaukompatienten

  • Vermeiden Sie NSAIDs (nicht-steroidale Antirheumatika) bei Glaukompatienten, da sie Nieren- und Magentoxizität verursachen können 1
  • Tapentadol kann eine Alternative sein, sollte aber vorsichtig dosiert werden (Beginn mit 50 mg alle 4-6 Stunden) 3
  • Bei Patienten mit Leberinsuffizienz sollte die Dosis von Tapentadol auf 50 mg nicht mehr als alle 8 Stunden reduziert werden 3

Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen

  • Häufige Nebenwirkungen von Tramadol: Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Sedierung 1, 4
  • Abhängigkeitspotential ist geringer als bei anderen Opioiden, begrenzt jedoch den Einsatz als Zweitlinientherapie 1, 5
  • Bei gleichzeitiger Einnahme mit Monoaminoxidase-Hemmern ist Tramadol kontraindiziert 2
  • Laxantien sollten routinemäßig zur Prophylaxe und Behandlung von opioidinduzierter Verstopfung verschrieben werden 1

Therapiealgorithmus

  1. Erstlinientherapie: Tramadol 50 mg 1-2 mal täglich, bei Bedarf Steigerung bis 400 mg täglich 1
  2. Bei unzureichender Wirkung: Kombination mit Antikonvulsiva wie Gabapentin oder Pregabalin 1
  3. Bei anhaltenden Schmerzen: Hinzufügen von Nortriptylin 10-25 mg zur Nacht 1
  4. Bei therapieresistenten Schmerzen: Erwägen Sie Tapentadol unter sorgfältiger Überwachung 3

Die Schmerztherapie sollte regelmäßig überwacht und angepasst werden, um eine optimale Schmerzlinderung bei minimalen Nebenwirkungen zu gewährleisten 1.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

[Pharmacology of tramadol].

Drugs, 1997

Research

Tramadol: a new centrally acting analgesic.

American journal of health-system pharmacy : AJHP : official journal of the American Society of Health-System Pharmacists, 1997

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.