Auswirkungen von atypischen Neuroleptika auf die Gehirnreduktion
Atypische Neuroleptika zeigen im Vergleich zu typischen Neuroleptika positive Effekte auf kognitive Funktionen und verursachen weniger kognitive Beeinträchtigungen, was auf eine geringere negative Auswirkung auf das Gehirnvolumen hindeutet. 1
Kognitive Auswirkungen atypischer Neuroleptika
- Atypische Neuroleptika zeigen konsistente Vorteile bei der Feinmotorik, dem Gedächtnis und den exekutiven Funktionen im Vergleich zu traditionellen Neuroleptika 1, 2
- Sie verursachen nachweislich weniger kognitive Schwierigkeiten als herkömmliche Neuroleptika, was auf eine bessere Erhaltung der Gehirnfunktion hindeutet 2
- Innerhalb der Gruppe der atypischen Neuroleptika können Unterschiede hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit bestehen 2
Mechanismus und Wirkungsweise
- Atypische Neuroleptika unterscheiden sich von typischen Neuroleptika durch ihre serotoninerge Antagonismuswirkung, während typische Neuroleptika hauptsächlich als Dopamin-Antagonisten wirken 2
- Diese Unterschiede im Wirkmechanismus könnten die geringeren negativen Auswirkungen auf das Gehirnvolumen erklären 3
- Atypische Neuroleptika erhöhen die kortikale Dopamin- und Acetylcholinfreisetzung und haben verschiedene Wirkungen auf das glutamaterge System, die nicht von typischen Neuroleptika geteilt werden 4
- Effekte auf das neuronale Überleben und die Plastizität sowie eine verringerte Neurotoxizität könnten zu ihrem klinischen Vorteil gegenüber typischen Neuroleptika beitragen 4
Nebenwirkungsprofil im Vergleich zu typischen Neuroleptika
- Atypische Neuroleptika haben ein deutlich geringeres Risiko für extrapyramidale Symptome und Spätdyskinesien 3, 5
- Das reduzierte Risiko für extrapyramidale Symptome bedeutet weniger Bedarf an anticholinergen Medikamenten, die das Gedächtnis beeinträchtigen können 3
- Zu den häufigsten Nebenwirkungen atypischer Neuroleptika gehören:
Überwachung und Vorsichtsmaßnahmen
- Regelmäßige klinische Überwachung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren können helfen, potenzielle Veränderungen frühzeitig zu erkennen 1
- Die American Academy of Child and Adolescent Psychiatry empfiehlt regelmäßige Überwachung auf neurologische Nebenwirkungen wie extrapyramidale Symptome und Spätdyskinesien, insbesondere bei Langzeitanwendung 1
- Die Abnormal Involuntary Movement Scale (AIMS) ist ein nützliches Instrument zur Überwachung von Bewegungsstörungen und sollte mindestens alle 3 bis 6 Monate nach Beginn einer neuroleptischen Therapie durchgeführt werden 1
Spezifische atypische Neuroleptika und ihre Anwendung
- Risperidon, Olanzapin und Quetiapin werden zur Kontrolle problematischer Wahnvorstellungen, Halluzinationen, schwerer psychomotorischer Unruhe und Aggressivität empfohlen 2
- Clozapin nimmt eine Sonderstellung ein und zeigt Wirksamkeit bei therapieresistenter Schizophrenie, Reduktion von Suizidalität und Verbesserung der Lebenserwartung 3
- Bei der Anwendung von atypischen Neuroleptika sollten niedrige Dosierungen bevorzugt werden, da extrapyramidale Symptome bei höheren Dosen auftreten können (z.B. bei Risperidon ab 2 mg pro Tag) 2