What methods can prevent alopecia in patients treated with Epirubicin and Ifosfamide?

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Last updated: October 12, 2025View editorial policy

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Prävention der Alopezie bei Epirubicin- und Ifosfamid-Therapie

Die Kopfkühlung (Scalp Cooling) ist die einzige wirksame Methode zur Prävention von Haarausfall bei Patienten, die mit Epirubicin und Ifosfamid behandelt werden. 1, 2

Wirksamkeit der Kopfkühlung

  • Die Kopfkühlung reduziert signifikant das Risiko einer chemotherapieinduzierten Alopezie (CIA) mit einer relativen Risikoreduktion von 62% (RR = 0,38) 2
  • Das Verfahren wirkt durch Vasokonstriktion und Reduktion der biochemischen Aktivität in der Kopfhaut und den Haarfollikeln 1
  • Bei anthracyclinhaltigen Regimen wie Epirubicin ist die Wirksamkeit der Kopfkühlung allerdings geringer als bei Taxan-basierten Regimen 1, 3
  • Bei der Kombination von Epirubicin und Docetaxel wurde nur ein marginaler Schutzeffekt beobachtet, was auf ähnliche Einschränkungen bei der Epirubicin-Ifosfamid-Kombination hindeutet 3

Praktische Durchführung der Kopfkühlung

  • Die Kühlung sollte 20-45 Minuten vor der Chemotherapie-Infusion beginnen 1
  • Die Kühlung wird während der gesamten Infusion fortgesetzt 1
  • Nach der Infusion sollte die Kühlung noch 20-150 Minuten beibehalten werden 1
  • Die Kopfkühlung ist die einzige von der FDA zugelassene Methode zur Prävention der chemotherapieinduzierten Alopezie 4

Kontraindikationen für die Kopfkühlung

  • Hämatologische Malignome 1
  • Kryoglobulinämie 1
  • Kryofibrinogenämie 1

Alternativen und ergänzende Maßnahmen

  • Topisches Minoxidil 2% zeigt keine signifikante Wirkung bei der Prävention von chemotherapieinduzierter Alopezie während der Chemotherapie 2, 4
  • Minoxidil kann jedoch nach Abschluss der Chemotherapie zur Förderung des Nachwachsens der Haare eingesetzt werden 4, 5
  • Bei der Kombination von Ifosfamid und Epirubicin ist mit einer hohen Rate an Alopezie zu rechnen, wie Studien zu dieser Kombination zeigen 6

Unterstützende Maßnahmen

  • Perücken können als Hilfsmittel zur Bewältigung der äußerlichen Veränderungen dienen und werden von den meisten Krankenversicherungen bei Vorlage eines Rezepts übernommen 1
  • Psychosoziale Unterstützung ist wichtig, da Haarausfall die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und die Therapietreue beeinflussen kann 1, 5

Prognose und Verlauf

  • Der Haarausfall beginnt typischerweise 1-3 Wochen nach Beginn der Chemotherapie 1
  • Bei etwa 65% der Patienten kommt es zu diffusem Haarausfall von mehr als 50% (Grad 2) 1
  • Das Nachwachsen der Haare beginnt in der Regel 2-3 Monate nach Abschluss der Chemotherapie mit einer Rate von etwa 1 cm pro Monat 1
  • Bei etwa 65% der Patienten zeigen die nachwachsenden Haare Veränderungen in Farbe und Textur 1

Behandlung nach abgeschlossener Chemotherapie

  • Nach Abschluss der Chemotherapie können Minoxidil oder Spironolacton zur Förderung des Haarwachstums eingesetzt werden 5
  • Moderate bis signifikante Verbesserungen wurden bei 67% der Patienten mit persistierender chemotherapieinduzierter Alopezie unter dieser Behandlung beobachtet 5

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