Erwartete Nebenwirkungen bei Epirubicin und Ifosfamid
Bei der Kombination von Epirubicin und Ifosfamid sind die häufigsten zu erwartenden Nebenwirkungen Knochenmarksuppression (insbesondere Neutropenie), Übelkeit, Erbrechen, Alopezie und Mukositis, wobei die Myelosuppression der dosislimitierende Faktor ist. 1, 2
Hämatologische Nebenwirkungen
- Leukopenie und Neutropenie sind sehr häufig und können schwerwiegend sein, mit Neutropeniegraden 3-4 bei bis zu 67% der Patienten 3
- Anämie tritt bei etwa 72% der Patienten auf, kann aber meist gut behandelt werden 3
- Thrombozytopenie kommt bei etwa 49% der Patienten vor 3
- Febrile Neutropenie kann auftreten und erfordert sofortige medizinische Aufmerksamkeit 3, 1
Gastrointestinale Nebenwirkungen
- Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufig (bis zu 92% der Patienten) und können schwerwiegend sein (WHO Grad 3-4 bei etwa 19-25% der Patienten) 3, 1
- Mukositis/Stomatitis tritt bei etwa 44-58% der Patienten auf und kann in etwa 7-9% der Fälle schwerwiegend sein 3, 1
- Diarrhö kommt bei etwa 25% der Patienten vor 3
- Anorexie kann ebenfalls auftreten 3
Dermatologische Nebenwirkungen
- Alopezie ist nahezu universell (96-100% der Patienten), meist WHO Grad 2-3 (89%) 3, 1, 2
- Lokale Gewebetoxizität kann an der Infusionsstelle auftreten 3
- Hautveränderungen und Juckreiz können vorkommen 3
Urogenitale Nebenwirkungen
- Ifosfamid kann die Nierenfunktion beeinträchtigen und ein Fanconi-Syndrom verursachen 4
- Hämorrhagische Zystitis kann auftreten, wird aber durch die gleichzeitige Gabe von Mesna (Uromitexan) verhindert 5, 1
- Vorübergehende Rotfärbung des Urins für 1-2 Tage nach Epirubicin-Gabe ist zu erwarten 3
Kardiale Nebenwirkungen
- Epirubicin kann kardiotoxisch wirken und zu asymptomatischen Abfällen der linksventrikulären Ejektionsfraktion oder zur kongestiven Herzinsuffizienz führen 3, 1
- Die kardiale Funktion sollte während der Therapie engmaschig überwacht werden 3
- Bei etwa 11% der Patienten kann es zu kardialen Dysfunktionen kommen, die zum Abbruch der Therapie führen können 1
Sonstige Nebenwirkungen
- Infektionen treten bei etwa 21% der Patienten auf 3
- Lethargie und Müdigkeit sind häufig (46%) 3
- Fieber kann auftreten 3
- Konjunktivitis/Keratitis kommt bei etwa 15% der Patienten vor 3
- Amenorrhö bei Frauen und potenzielle Unfruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern 3
Langzeitnebenwirkungen
- Sekundäre Leukämien (AML) können in seltenen Fällen auftreten (0,8%) 3
- Langfristige kardiale Schäden sind möglich 3
- Bei Kindern und Jugendlichen kann Ifosfamid die Knochengesundheit negativ beeinflussen 4
Wichtige Hinweise zur Therapiedurchführung
- Die Kombination von Epirubicin und Ifosfamid wird als wirksame Chemotherapie bei verschiedenen Sarkomen eingesetzt 4
- Prophylaktische Antiemetika sollten vor der Therapie in Betracht gezogen werden 3
- Bei der Verabreichung von Ifosfamid ist eine Uroprotektionmit Mesna (Uromitexan) erforderlich 5, 1
- Die kumulative Dosis von Epirubicin sollte überwacht werden, um kardiotoxische Wirkungen zu minimieren 3
Die Kombination dieser Medikamente zeigt eine gute Wirksamkeit bei verschiedenen Tumorarten, erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung und Management der Nebenwirkungen, um die Lebensqualität der Patienten zu erhalten und die Behandlung erfolgreich abzuschließen 1, 2.