What is the benefit in overall survival with adjuvant chemotherapy using Epirubicin or Doxorubicin in combination with Ifosfamide for a high-grade (G3) extremity sarcoma with a size of 7cm, deep location, and UPS histology?

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Last updated: October 12, 2025View editorial policy

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Nutzen der adjuvanten Chemotherapie mit Epirubicin oder Doxorubicin plus Ifosfamid bei hochgradigem Extremitätensarkom

Bei einem hochgradigen (G3) Extremitätensarkom mit 7 cm Größe, tiefer Lage und UPS-Histologie zeigt die adjuvante Chemotherapie mit Epirubicin oder Doxorubicin in Kombination mit Ifosfamid einen Überlebensvorteil von etwa 13-20% nach 5 Jahren. 1, 2

Evidenz für den Überlebensvorteil

  • Eine italienische randomisierte Studie zeigte bei hochgradigen Extremitätensarkomen nach adjuvanter Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid einen signifikanten Überlebensvorteil mit medianen Überlebenszeiten von 75 vs. 46 Monaten (Kontrollgruppe) 1
  • Der absolute Überlebensvorteil durch die Chemotherapie betrug 13% nach 2 Jahren und stieg auf 19% nach 4 Jahren 1, 2
  • Nach einem medianen Follow-up von 90 Monaten lagen die geschätzten 5-Jahres-Überlebensraten bei 66% in der Behandlungsgruppe gegenüber 46% in der Kontrollgruppe (P=0,04) 1, 2
  • Eine große Kohortenstudie mit einem medianen Follow-up von 9 Jahren zeigte, dass die adjuvante Chemotherapie das 5-Jahres-metastasenfreie Überleben (58% vs. 49%; P=0,01) und das 5-Jahres-Gesamtüberleben (58% vs. 45%; P=0,0002) bei Patienten mit FNCLCC Grad 3 Sarkomen signifikant verbessert 1, 2

Risikofaktoren und Patientenselektion

  • Hochgradige (G3), große (>5 cm) und tief gelegene Weichteilsarkome haben das höchste Metastasierungsrisiko und profitieren am meisten von einer adjuvanten Chemotherapie 2
  • Die UPS-Histologie (Undifferenziertes Pleomorphes Sarkom) gehört zu den Subtypen, die auf eine Chemotherapie mit Anthrazyklinen und Ifosfamid ansprechen können 2, 3
  • Bei Patienten mit FNCLCC Grad 2 Sarkomen wurde kein signifikanter Vorteil durch eine adjuvante Chemotherapie nachgewiesen (5-Jahres-metastasenfreies Überleben: 76% vs. 73%; P=0,27; 5-Jahres-Gesamtüberleben: 75% vs. 65%; P=0,15) 1, 2

Widersprüchliche Evidenz

  • Die EORTC-62931-Studie zeigte keinen Überlebensvorteil für die adjuvante Chemotherapie mit Ifosfamid und Doxorubicin bei resezierten hochgradigen Weichteilsarkomen. Die geschätzten 5-Jahres-RFS-Raten lagen bei 52% in beiden Armen 1
  • Eine Meta-Analyse der Sarcoma Meta-Analysis Collaboration zeigte, dass eine Doxorubicin-basierte Chemotherapie das lokale und distante rezidivfreie Überleben verlängert, aber der Gesamtüberlebensvorteil nicht signifikant war, obwohl ein Trend zugunsten der adjuvanten Chemotherapie bestand 1
  • Eine aktualisierte Meta-Analyse bestätigte die marginale Wirksamkeit der adjuvanten Chemotherapie in Bezug auf lokale, distante und Gesamtrezidive sowie das Gesamtüberleben bei Patienten mit lokalisierten Weichteilsarkomen 1

Empfehlungen für die Praxis

  • Für Patienten mit hochgradigen (G3), großen (>5 cm) und tief gelegenen Weichteilsarkomen der Extremitäten sollte eine adjuvante Chemotherapie mit Anthrazyklinen (Doxorubicin oder Epirubicin) plus Ifosfamid in Betracht gezogen werden 1, 2
  • Die Entscheidung über eine adjuvante Chemotherapie sollte in einem multidisziplinären Tumorboard an einem spezialisierten Sarkomzentrum getroffen werden 2
  • 3-4 Zyklen einer anthrazyklinbasierten Chemotherapie werden im adjuvanten Setting empfohlen 2, 4
  • Eine neoadjuvante Chemotherapie mit anschließender Operation und adjuvanter Fortsetzung kann als Alternative erwogen werden, besonders bei sehr großen Tumoren (>8-10 cm) 1, 4

Zu beachtende Risiken und Einschränkungen

  • Die Toxizität der Chemotherapie muss gegen den potenziellen Nutzen abgewogen werden, insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit Komorbiditäten 4
  • Häufige Nebenwirkungen der Kombination aus Anthrazyklinen und Ifosfamid sind Leukopenie, Neutropenie, febrile Neutropenie, Anämie und Thrombozytopenie 5
  • Die adjuvante Chemotherapie sollte niemals dazu dienen, eine unzureichende chirurgische Resektion zu kompensieren 1
  • Bei histologischen Subtypen, die bekanntermaßen nicht auf Chemotherapie ansprechen, wird keine adjuvante Chemotherapie eingesetzt 1

Die Evidenz zeigt insgesamt einen moderaten, aber klinisch relevanten Überlebensvorteil für die adjuvante Chemotherapie mit Epirubicin oder Doxorubicin plus Ifosfamid bei hochgradigen Extremitätensarkomen mit den beschriebenen Risikofaktoren.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Adjuvant Chemotherapy for High-Grade Soft Tissue Sarcomas

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

The role of Ifosfamide-doxorubicin chemotherapy in histology-specific, high grade, locally advanced soft tissue sarcoma, a 14-year experience.

Radiotherapy and oncology : journal of the European Society for Therapeutic Radiology and Oncology, 2021

Guideline

Neoadjuvante Therapie bei Sarkomen

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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