What is the recommended treatment for hypoglycemia via peripheral access?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 19, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Behandlung einer Hypoglykämie über einen peripheren Zugang

Bei einer schweren Hypoglykämie mit Bewusstseinseinschränkung sollte über einen peripheren Venenzugang 25-50 ml einer 50%igen Glukoselösung (25 g Glukose) über 2-3 Minuten intravenös verabreicht werden. 1

Definition und Erkennung einer Hypoglykämie

  • Eine Hypoglykämie ist definiert als Blutzuckerspiegel ≤70 mg/dl (3,9 mmol/l) und sollte umgehend behandelt werden 2
  • Symptome entwickeln sich typischerweise bei Blutzuckerwerten unter 50-60 mg/dl (2,8-3 mmol/l) und umfassen Schwindel, Müdigkeit, Zittern, Tachykardie, Verwirrtheit, verwaschene Sprache und Schwitzen 3
  • Schwere Hypoglykämien können zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen führen 3

Behandlungsalgorithmus für Hypoglykämie über peripheren Zugang

Bei bewusstseinseingeschränkten Patienten (schwere Hypoglykämie):

  1. Erste Wahl: Intravenöse Glukose

    • 25-50 ml einer 50%igen Glukoselösung (25 g Glukose) über 2-3 Minuten intravenös verabreichen 1, 4
    • Alternativ können auch niedrigere Konzentrationen wie 20% oder 25% Glukoselösung verwendet werden, die ähnlich wirksam, aber möglicherweise sicherer sind 5
    • Die Wirkung tritt innerhalb von 5 Minuten ein, mit einer medianen Zeit bis zur vollständigen Bewusstseinserholung von etwa 4-6 Minuten 4, 6
  2. Alternative bei schwierigem Venenzugang: Glukagon

    • Bei kollabierten peripheren Venen ist Glukagon eine Alternative 1
    • Dosierung für Erwachsene und Kinder >25 kg: 1 mg subkutan, intramuskulär oder intravenös 7
    • Dosierung für Kinder <25 kg: 0,5 mg subkutan, intramuskulär oder intravenös 7
    • Die Wirkung tritt innerhalb von 5-15 Minuten ein, aber die Erholung ist langsamer als bei intravenöser Glukose (6,5 vs. 4,0 Minuten) 6
  3. Nachbehandlung nach initialer Stabilisierung

    • Nach Bewusstseinserholung orale Kohlenhydrate verabreichen, um Leberglykogenspeicher aufzufüllen und Rückfälle zu vermeiden 7
    • Blutzucker 15 Minuten nach Behandlung und erneut nach 60 Minuten kontrollieren 2

Bei wachen, schluckfähigen Patienten (leichte bis mittelschwere Hypoglykämie):

  • 15-20 g Glukose oral verabreichen 2
  • Glukose-Tabletten sind anderen Kohlenhydratquellen vorzuziehen 3
  • Bei Kindern, die nicht kooperativ sind, kann eine Zuckerpaste sublingual verabreicht werden 3

Besonderheiten und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei der Verwendung von 50%iger Glukoselösung besteht ein erhöhtes Risiko für Venenirritation und Schmerzen im Vergleich zu niedrigeren Konzentrationen 5
  • Nach der initialen Behandlung sollte ein strukturierter Entlassungsplan erstellt werden, um Wiederholungsepisoden zu vermeiden 3
  • Bei Patienten mit Diabetes sollte die Ursache der Hypoglykämie identifiziert werden, um zukünftige Episoden zu vermeiden 3
  • Bei fehlender Reaktion nach 15 Minuten kann eine zweite Dosis Glukose oder Glukagon verabreicht werden 7

Monitoring nach Behandlung

  • Kontinuierliches Monitoring von Vitalparametern (Herzfrequenz, Atemfrequenz, Blutdruck, neurologischer Status) 3
  • Stündliche Blutzuckerkontrollen 3
  • EKG-Überwachung zur Beurteilung von Elektrolytstörungen 3
  • Genaue Dokumentation der Flüssigkeitszufuhr und -ausscheidung 3

Die intravenöse Gabe von Glukose über einen peripheren Zugang ist die schnellste und effektivste Methode zur Behandlung einer schweren Hypoglykämie mit Bewusstseinsstörung, während Glukagon eine wertvolle Alternative bei schwierigem Venenzugang darstellt 1, 6.

References

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.