Which tricyclic antidepressants (TCAs) are suitable for functional dyspepsia and offer the best side effect profile?

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Last updated: November 8, 2025View editorial policy

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Trizyklische Antidepressiva bei funktioneller Dyspepsie

Amitriptylin ist das TZA der ersten Wahl bei funktioneller Dyspepsie mit der besten Evidenzlage, obwohl Nortriptylin theoretisch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil aufweist. 1

Empfohlene TZA-Optionen

Amitriptylin (Erstlinien-TZA)

  • Amitriptylin wird von der British Society of Gastroenterology mit starker Empfehlung (moderate Evidenzqualität) als bevorzugtes TZA empfohlen. 2, 1
  • Die Dosierung beginnt mit 10 mg einmal täglich abends und wird langsam auf 30-50 mg täglich titriert. 2, 1
  • In einer randomisierten kontrollierten Studie zeigte Amitriptylin signifikante Reduktion der Gesamtsymptomatik und insbesondere der Übelkeit über 8 Wochen. 3

Imipramin (Alternative)

  • Imipramin 50 mg täglich (nach 2-wöchiger Aufdosierung mit 25 mg) zeigte in einer doppelblinden RCT bei therapierefraktärer funktioneller Dyspepsie eine Erfolgsrate von 63,6% vs. 36,5% unter Placebo (p=0,0051). 4
  • Die Evidenz für Imipramin ist gut etabliert, wird aber in den aktuellen Leitlinien weniger prominent genannt als Amitriptylin. 5

Nortriptylin (theoretisch günstigeres Profil)

  • Sekundäre Amine wie Nortriptylin haben theoretisch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil als tertiäre Amine wie Amitriptylin, jedoch ist die klinische Evidenz für Amitriptylin deutlich stärker. 1
  • Nortriptylin wird in den aktuellen Leitlinien nicht explizit genannt, könnte aber bei Unverträglichkeit von Amitriptylin erwogen werden. 1

Nebenwirkungsprofil im Vergleich

Häufigste Nebenwirkungen aller TZA

  • Die häufigsten Nebenwirkungen sind Sedierung, Mundtrockenheit, trockene Augen und Obstipation. 1
  • In der Imipramin-Studie brachen 18% der Patienten die Therapie wegen Nebenwirkungen ab (vs. 8% unter Placebo): 3 Patienten wegen Mundtrockenheit, 2 wegen Obstipation, 2 wegen Schläfrigkeit, je 1 wegen Schlaflosigkeit, Palpitationen und verschwommenem Sehen. 4

Strategie zur Minimierung von Nebenwirkungen

  • Langsame Titration (z.B. 10 mg/Woche oder alle 2 Wochen) verbessert die Verträglichkeit erheblich. 1
  • Beginn mit niedrigster Dosis (10 mg Amitriptylin abends) ist entscheidend für die Akzeptanz. 2, 1
  • Die abendliche Einnahme reduziert die Beeinträchtigung durch Sedierung tagsüber. 1

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Patientenaufklärung

  • Eine sorgfältige Erklärung ist erforderlich, dass TZA hier als Darm-Hirn-Neuromodulator und nicht als Antidepressivum eingesetzt werden. 2, 1
  • Patienten müssen über das Nebenwirkungsprofil aufgeklärt werden, bevor die Therapie begonnen wird. 2

Einordnung im Therapiealgorithmus

  • TZA sind als Zweitlinientherapie nach Versagen von Protonenpumpenhemmern, H. pylori-Eradikation (falls positiv) und Prokinetika indiziert. 2, 1
  • Die Therapie kann sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärversorgung initiiert werden. 2, 1
  • In Netzwerk-Metaanalysen rangieren TZA an zweiter Stelle für die Behandlung der funktionellen Dyspepsie. 1

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei schwerer oder refraktärer funktioneller Dyspepsie sollte ein multidisziplinäres Team einbezogen werden. 2, 1
  • Opioide und chirurgische Eingriffe sollten vermieden werden, um iatrogenen Schaden zu minimieren. 2

Andere Neuromodulatoren (keine TZA)

  • SSRI und SNRI haben keinen Nutzen bei funktioneller Dyspepsie gezeigt. 5, 6
  • Tetrazyklische Antidepressiva, Levosulpirid und Anxiolytika könnten potenziell hilfreich sein, aber die Evidenz ist nicht ausreichend. 5

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