Alternativmedizinische Präparate auf Aschebasis: Sicherheit und Wirksamkeit
Von der Verwendung alternativmedizinischer Präparate auf Aschebasis wird dringend abgeraten, da keine wissenschaftlichen Belege für deren Wirksamkeit vorliegen und erhebliche Sicherheitsrisiken bestehen.
Fehlende Wirksamkeitsnachweise
- Für Präparate auf Aschebasis existieren keine kontrollierten klinischen Studien, die eine therapeutische Wirksamkeit bei irgendeiner Erkrankung belegen würden 1, 2.
- Die American Academy of Dermatology und die National Psoriasis Foundation betonen, dass alternativmedizinische Praktiken häufig nicht mit wissenschaftlichen Methoden auf ihre Wirksamkeit geprüft wurden oder keine Überlegenheit gegenüber konventionellen Medikamenten zeigen konnten 3.
Erhebliche Sicherheitsbedenken
Die Annahme, dass "natürliche" Produkte automatisch sicher sind, ist gefährlich und wissenschaftlich nicht haltbar 1, 2.
Kontamination und Verfälschung
- Pflanzliche und alternativmedizinische Produkte können nicht deklarierte synthetische pharmakologische Wirkstoffe oder sogar toxische Substanzen enthalten 1.
- Kontamination oder Verfälschung von Kräuterpräparaten stellen ein erhebliches Sicherheitsproblem dar, da diese Produkte oft unzureichend reguliert sind 4.
- Patienten werden häufig nicht über die tatsächlichen Wirkstoffe informiert, oder Produkte enthalten überhaupt keine aktiven Substanzen 1.
Toxizität und Nebenwirkungen
- Viele pflanzliche Arzneimittel sind mit Toxizität verbunden, andere interagieren mit synthetischen Medikamenten 4.
- Zahlreiche Nebenwirkungen wurden aufgrund von Wirkstoffen, Verunreinigungen oder Wechselwirkungen mit Arzneimitteln berichtet 2.
- Die Überwachung der Sicherheit pflanzlicher Heilmittel ist unzureichend, mit bis zu 80% der weltweiten Bevölkerung, die diese Mittel nutzen, ohne dass angemessene Sicherheitsüberwachung stattfindet 5.
Regulatorische Defizite
- In den USA werden Kräuterprodukte als Nahrungsergänzungsmittel definiert, wodurch Hersteller diese ohne vorherigen Nachweis von Sicherheit und Wirksamkeit produzieren, verkaufen und vermarkten können – im Gegensatz zu pharmazeutischen Arzneimitteln 2.
- Qualitätsstandards für "natürliche" Produkte sollten identisch mit denen für pharmazeutische Produkte sein, und nur qualifizierte Fachkräfte sollten Behandlungen und medizinische Beratung durchführen 1.
Wichtige Warnhinweise
- Betrügerische Produkte und unqualifizierte Personen oder "Kliniken", die gefährliche Ratschläge oder Behandlungen anbieten, sind nicht ungewöhnlich 1.
- Das übermäßige Vertrauen der Patienten in die Wirksamkeit von Volksheilmitteln oder Werbeversprechen hat sich als unzuverlässig erwiesen 1.
- Für eine verantwortungsvolle Beratung von Verbrauchern sind definitive Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten erforderlich, die derzeit nur für sehr wenige pflanzliche Präparate vorliegen 4.
Klinische Empfehlung
Patienten sollten auf evidenzbasierte, regulierte Therapien verwiesen werden, für die Sicherheit und Wirksamkeit durch kontrollierte klinische Studien nachgewiesen wurden 3, 2. Bei Interesse an komplementären Ansätzen sollten nur solche Präparate in Betracht gezogen werden, für die wissenschaftliche Evidenz vorliegt und die unter angemessener medizinischer Aufsicht verwendet werden 2, 4.