What are the treatment options for nausea in patients on long-term opioids and benzodiazepines, possibly undergoing radiation therapy?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: November 26, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Behandlung von Übelkeit bei Patienten mit Opioid- und Benzodiazepin-Dauermedikation und möglicher Strahlentherapie

Bei Patienten mit Opioid-induzierter Übelkeit sollten Sie primär 5-HT3-Antagonisten (Ondansetron 8 mg oral 2-3x täglich oder Granisetron 2 mg oral täglich) einsetzen, kombiniert mit Dopamin-Antagonisten (Metoclopramid 10-20 mg oral 3x täglich oder Haloperidol 0,5-1 mg oral alle 6-8 Stunden) bei unzureichender Wirkung. 1

Primäre Antiemetika-Strategie

Opioid-induzierte Übelkeit (Hauptursache bei Dauermedikation)

Erstlinientherapie:

  • 5-HT3-Antagonisten sind die bevorzugten Wirkstoffe: Ondansetron 8 mg oral 2-3x täglich oder Granisetron 2 mg oral täglich 1
  • Bei Patienten mit vorheriger Opioid-induzierter Übelkeit ist eine prophylaktische Behandlung dringend empfohlen 1
  • Ondansetron 8 mg zeigte in kontrollierten Studien eine vollständige Emesiskontrolle bei 62,3% der Patienten mit Opioid-induzierter Übelkeit (vs. 45,7% mit Placebo) 2

Zweitlinientherapie bei persistierender Übelkeit:

  • Dopamin-Antagonisten hinzufügen (nicht ersetzen): Metoclopramid 10-20 mg oral 3x täglich oder Haloperidol 0,5-1 mg oral alle 6-8 Stunden 1
  • Phenothiazine: Prochlorperazin 10 mg oral alle 6 Stunden oder Thiethylperazin 10 mg oral alle 6 Stunden 1
  • Olanzapin kann als zusätzliche Option erwogen werden, besonders bei therapierefraktärer Übelkeit 1

Wichtiger Hinweis zu Benzodiazepinen

Vorsicht: Der Patient erhält bereits Benzodiazepine als Dauermedikation. 1

  • Lorazepam oder Alprazolam werden zwar für antizipatorische Übelkeit empfohlen (0,25-0,5 mg oral 3x täglich), aber bei bereits bestehender Benzodiazepin-Therapie ist eine Dosissteigerung zu vermeiden 1
  • Ältere Patienten sind besonders empfindlich gegenüber Benzodiazepinen - bei dieser Population ist besondere Vorsicht geboten 1

Strahlentherapie-induzierte Übelkeit (falls zutreffend)

Prophylaxe basierend auf Bestrahlungsrisiko

Bei Oberbauchbestrahlung (moderates Risiko):

  • 5-HT3-Antagonist vor jeder Fraktion während der gesamten Strahlentherapie: Ondansetron 8 mg oral 2x täglich oder Granisetron 2 mg oral täglich 1
  • Dexamethason 4 mg oral oder i.v. täglich kann für die ersten 5 Fraktionen hinzugefügt werden (bescheidene, aber signifikante Verbesserung) 1

Bei Ganzkörperbestrahlung (hohes Risiko):

  • 5-HT3-Antagonist vor jeder Fraktion und mindestens 24 Stunden nach Abschluss der Strahlentherapie 1
  • Dexamethason 4 mg oral oder i.v. während der Fraktionen 1-5 1

Bei anderen Bestrahlungslokalisationen (niedriges/minimales Risiko):

  • 5-HT3-Antagonisten entweder prophylaktisch oder als Bedarfsmedikation; wenn als Bedarfsmedikation verwendet, dann prophylaktische Gabe bis zum Ende der Strahlentherapie 1

Durchbruch-Übelkeit Management

Wenn Übelkeit trotz optimaler Prophylaxe auftritt:

  1. Andere Ursachen ausschließen: Obstipation (sehr häufig bei Opioid-Therapie), Elektrolytstörungen, Hyperkalzämie, ZNS-Metastasen, Darminfiltration 1
  2. Zusätzliches Antiemetikum aus anderer Wirkstoffklasse hinzufügen (nicht ersetzen) 1
  3. Alternative Applikationswege erwägen: rektal oder intravenös, da oraler Weg bei anhaltendem Erbrechen nicht praktikabel ist 1
  4. Kortikosteroide hinzufügen: Dexamethason kann besonders hilfreich sein in Kombination mit Metoclopramid und Ondansetron 1

Bei persistierender Übelkeit über eine Woche:

  • Ursache neu bewerten 1
  • Opioid-Rotation erwägen (Wechsel zu einem anderen Opioid) 1, 3
  • Protonenpumpenhemmer oder H2-Blocker in Betracht ziehen, da Patienten manchmal Sodbrennen nicht von Übelkeit unterscheiden können 1

Zusätzliche Therapieoptionen bei refraktärer Übelkeit

  • Scopolamin-Pflaster kann als zusätzliche Option verwendet werden 1
  • Cannabinoide (Dronabinol, Nabilone) sind FDA-zugelassen für Patienten, die auf konventionelle Antiemetika nicht ansprechen 1
  • Neuraxiale Analgesie oder neuroablative Techniken zur Reduktion der systemischen Opioiddosis können erwogen werden 1

Wichtige Warnhinweise

QT-Verlängerung: 5-HT3-Antagonisten (besonders Ondansetron) und einige Dopamin-Antagonisten können das QT-Intervall verlängern - Vorsicht bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen 4, 5

Extrapyramidale Symptome: Dopamin-Antagonisten (Metoclopramid, Haloperidol) können extrapyramidale Nebenwirkungen verursachen, besonders bei Langzeitanwendung 5, 3

Obstipation: Ondansetron kann Obstipation verschlimmern - aggressive Laxantien-Therapie ist bei Opioid-Patienten essentiell 1, 4

Keine Maskierung von Ileus: Ondansetron stimuliert nicht die gastrointestinale Peristaltik und sollte nicht anstelle einer nasogastrischen Absaugung verwendet werden 4

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

[Management of opioid-induced nausea and vomiting].

Masui. The Japanese journal of anesthesiology, 2013

Research

Antiemetic drugs: what to prescribe and when.

Australian prescriber, 2020

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.