What are the receptor profile and potential side effects of Penfluridol, particularly in vulnerable populations such as the elderly or those with a history of movement disorders?

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Penfluridol: Rezeptorprofil und Nebenwirkungen

Rezeptorprofil

Penfluridol ist ein hochpotentes typisches Antipsychotikum der Diphenylbutylpiperidin-Klasse mit primärer Dopamin-D2-Rezeptorblockade, was zu einem ähnlichen Nebenwirkungsprofil wie andere hochpotente konventionelle Neuroleptika (z.B. Haloperidol) führt. 1

  • Als hochpotentes Neuroleptikum verursacht Penfluridol vorwiegend extrapyramidale Symptome (EPS) anstelle von anticholinergen Nebenwirkungen, die bei niedrigpotenten Antipsychotika (wie Chlorpromazin oder Thioridazin) dominieren 1
  • Die Wirkung beruht auf starker dopaminerger Rezeptorblockade, was die antipsychotische Wirksamkeit erklärt, aber gleichzeitig das Risiko für Bewegungsstörungen erhöht 1

Hauptnebenwirkungen

Extrapyramidale Symptome (häufigste Nebenwirkungen)

Die extrapyramidalen Nebenwirkungen sind die dominierenden unerwünschten Wirkungen von Penfluridol und treten bei etwa 35% der Patienten während Langzeitbehandlung auf:

  • Akute Dystonie: Plötzliche spastische Muskelkontraktionen (Nacken, Augen als okulogyre Krise, Rumpf), besonders bei jungen Männern; lebensbedrohlich bei Laryngospasmus; gut behandelbar mit Anticholinergika oder Antihistaminika 1

  • Parkinsonismus: Bradykinesie, Tremor und Rigidität durch antidopaminerge Wirkung; Behandlung mit Anticholinergika oder Amantadin 1

  • Akathisie: Schwere Unruhe mit Bewegungsdrang, häufig als psychotische Agitation fehlinterpretiert und Hauptgrund für Non-Compliance; schwierig zu behandeln, Dosisreduktion wenn möglich, Beta-Blocker oder Benzodiazepine können helfen 1

  • In klinischen Studien waren EPS die hauptsächlichen Nebenwirkungen, die mit Benztropin gut kontrollierbar waren 2

  • Die Inzidenz von EPS, die eine antiparkinsonsche Medikation erforderten, lag bei 35% während Langzeittherapie 3

Besondere Risiken bei vulnerablen Populationen

Bei älteren Patienten und Personen mit vorbestehenden Bewegungsstörungen ist extreme Vorsicht geboten:

  • Ältere Patienten haben ein 7- bis 18-fach erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen von Antipsychotika, einschließlich Stürze, Schlaganfall und Tod 1
  • Kinder und Jugendliche haben möglicherweise ein höheres Risiko für EPS als Erwachsene 1
  • Bei Patienten mit vorbestehenden Bewegungsstörungen sollte Penfluridol vermieden werden, da die hochpotente dopaminerge Blockade bestehende Symptome verschlimmern kann 1

Prophylaxe und Management

Prophylaktische Gabe von Antiparkinson-Medikamenten sollte bei Risikopatienten erwogen werden:

  • Besonders bei Patienten mit Risiko für akute Dystonien oder mit anamnestisch bekannten dystonen Reaktionen 1
  • Kritisch bei Patienten mit Compliance-Problemen (z.B. paranoide Patienten, die Medikamenten misstrauen) 1
  • Engmaschige klinische Überwachung ist essentiell, da Nebenwirkungen ein Hauptgrund für Non-Compliance und damit erhöhtes Rückfallrisiko sind 1

Klinische Wirksamkeit und Verträglichkeit

  • Penfluridol zeigt vergleichbare Wirksamkeit wie andere typische Antipsychotika (Chlorpromazin, Fluphenazin, Depot-Neuroleptika) 4
  • Wichtiger Vorteil: Niedrigere Abbruchrate im Vergleich zu Depot-Medikamenten (NNT 6) bei mittelfristiger Behandlung 4
  • Besonders wirksam bei akut agitierten, florid-paranoiden schizophrenen Patienten, mit statistisch signifikanter Wirkung innerhalb von 7 Tagen, oft bereits nach 72 Stunden 5
  • Keine signifikanten hypotensiven Effekte selbst bei hohen Dosen (bis 120-140 mg/Woche) 5
  • Keine unspezifische Sedierung im Gegensatz zu vielen anderen Neuroleptika 5

Dosierung und praktische Hinweise

  • Startdosis: Maximal 60 mg/Woche, nicht über 140 mg/Woche 2
  • Einmalige wöchentliche orale Gabe macht es zu einer Depot-ähnlichen Option für Patienten, die nicht täglich Medikamente einnehmen können oder sich nicht gut an Depot-Injektionen anpassen 4
  • Patienten können abrupt von anderen Neuroleptika auf Penfluridol umgestellt werden ohne Kontrollverlust 2
  • Kosteneffektive Behandlungsoption 4

Wichtige Warnhinweise

  • Keine Kombination mit hochdosierten Benzodiazepinen, da dies das Risiko schwerer Nebenwirkungen einschließlich paradoxer Verschlechterung neurologischer Symptome erhöht 6
  • Bei Auftreten von Tremor: Dosisüberprüfung und gegebenenfalls Reduktion 6
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Demenz: Antipsychotika sind nicht FDA-zugelassen für neuropsychiatrische Symptome bei Demenz und mit Stürzen, Schlaganfall und Tod assoziiert 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

A long-term study of penfluridol in chronic schizophrenia.

Journal of clinical pharmacology, 1976

Research

Penfluridol for schizophrenia.

The Cochrane database of systematic reviews, 2006

Guideline

Risk of Permanent Hand Tremors with Olanzapine

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

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