What is the appropriate therapy for a patient with Type 2 Diabetes, impaired renal function, and hyperkalemia, who is currently on Metformin?

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Last updated: July 23, 2025View editorial policy

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Therapieempfehlung für Typ-2-Diabetes-Patient mit eingeschränkter Nierenfunktion und Hyperkaliämie

Bei diesem Patienten mit Typ-2-Diabetes, eingeschränkter Nierenfunktion (GFR 41 ml/min/1,73 m²), Hyperkaliämie (Kalium 5,68 mmol/l) und schlechter glykämischer Kontrolle (HbA1c 12,5%) sollte Metformin reduziert und eine Therapie mit einem GLP-1-Rezeptoragonisten hinzugefügt werden. 1

Aktuelle Situation und Probleme

  • Patient mit Typ-2-Diabetes unter Metformin 1000 mg (0,5/0/0,5 Tabletten)
  • Zustand nach Nephrektomie links (2005) und Nierenteilresektion links (2025)
  • Eingeschränkte Nierenfunktion: GFR 41 ml/min/1,73 m²
  • Hyperkaliämie: Kalium 5,68 mmol/l
  • Schlechte glykämische Kontrolle: HbA1c 12,5%

Therapieempfehlungen

1. Anpassung der Metformin-Therapie

  • Dosisreduktion von Metformin erforderlich: Bei einer GFR von 30-45 ml/min/1,73 m² sollte die Metformin-Dosis reduziert werden 1, 2
  • Empfohlene Dosisanpassung: Reduktion auf maximal die Hälfte der Maximaldosis 1
  • Engmaschige Überwachung der Nierenfunktion alle 3-6 Monate 1

2. Zusätzliche antidiabetische Therapie

  • Hinzufügen eines GLP-1-Rezeptoragonisten als bevorzugte Option 1
    • Vorteile: Effektive Blutzuckersenkung, geringes Hypoglykämierisiko, Gewichtsreduktion, kardiovaskuläre Vorteile
    • Keine Dosisanpassung bei GFR >15 ml/min/1,73 m² erforderlich 1
    • Hilft bei der Senkung des HbA1c-Werts ohne das Risiko einer Laktatazidose zu erhöhen

3. Vermeidung bestimmter Medikamente

  • Keine SGLT2-Hemmer: Bei GFR 41 ml/min/1,73 m² und Hyperkaliämie nicht optimal 1
  • Keine Sulfonylharnstoffe: Erhöhtes Hypoglykämierisiko bei Niereninsuffizienz 1
  • Keine Thiazolidinedione: Risiko für Flüssigkeitsretention und Herzinsuffizienz 1

4. Management der Hyperkaliämie

  • Überprüfung und ggf. Anpassung anderer Medikamente, die Hyperkaliämie verursachen können (z.B. ACE-Hemmer, ARBs)
  • Kaliumarme Diät empfehlen
  • Regelmäßige Kontrolle der Kaliumwerte

Überwachungsplan

  1. Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion (GFR) alle 3-6 Monate 1
  2. Regelmäßige Kontrolle des Kaliumspiegels
  3. HbA1c-Kontrolle alle 3 Monate bis Zielwert erreicht
  4. Überwachung auf Symptome einer Laktatazidose (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit)

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Metformin-assoziierte Laktatazidose: Obwohl selten, ist das Risiko bei eingeschränkter Nierenfunktion erhöht 2, 3
  • Bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion, Kontrastmitteluntersuchungen oder schweren Erkrankungen sollte Metformin vorübergehend abgesetzt werden 2
  • Patienten sollten über "Sick-Day-Rules" informiert werden: Metformin bei schweren Erkrankungen, Dehydratation oder vor Kontrastmitteluntersuchungen pausieren 1
  • Bei weiterer Verschlechterung der Nierenfunktion (GFR <30 ml/min/1,73 m²) muss Metformin abgesetzt werden 1, 2

Fallstricke und Besonderheiten

  • Die Kombination aus eingeschränkter Nierenfunktion und Hyperkaliämie erhöht das Risiko für Komplikationen
  • Trotz der Kontraindikationen bei eingeschränkter Nierenfunktion zeigen Studien, dass Metformin in reduzierter Dosis bei GFR >30 ml/min/1,73 m² sicher sein kann 1
  • Die schwere Hyperglykämie (HbA1c 12,5%) erfordert eine aggressive Therapie, möglicherweise auch eine vorübergehende Insulintherapie zur schnellen Korrektur

Die Therapie sollte engmaschig überwacht und bei Verschlechterung der Nierenfunktion oder anhaltender Hyperkaliämie entsprechend angepasst werden.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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