Is Acetazolamide (carbonic anhydrase inhibitor) used in the treatment of Heart Failure (HF)?

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Acetazolamid bei Herzinsuffizienz

Acetazolamid kann als Zusatztherapie zu Schleifendiuretika bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz eingesetzt werden, ist jedoch nicht als Erstlinientherapie empfohlen.

Rolle von Acetazolamid in der Herzinsuffizienztherapie

  • Acetazolamid ist ein Carboanhydrasehemmer, der im proximalen Tubulus wirkt und die Reabsorption von Bikarbonat, Wasser und Natrium hemmt 1
  • Es wird nicht als Erstlinientherapie bei Herzinsuffizienz eingesetzt, sondern als Zusatztherapie zu Schleifendiuretika bei unzureichender Diurese 2
  • Die primären Diuretika bei Herzinsuffizienz sind Schleifendiuretika (Furosemid, Torasemid, Bumetanid), die als essentieller Bestandteil der symptomatischen Behandlung bei Flüssigkeitsüberladung gelten 2

Indikationen für Acetazolamid bei Herzinsuffizienz

  • Als Zusatztherapie bei unzureichendem Ansprechen auf Schleifendiuretika 2
  • Bei Diuretikaresistenz als Teil einer kombinierten Diuretikatherapie 2
  • Bei metabolischer Alkalose als Korrekturmaßnahme (1-2 Dosen) 2
  • Bei persistierender Flüssigkeitsretention trotz optimierter Schleifendiuretikadosierung 2

Evidenz für die Wirksamkeit

  • Aktuelle Studien zeigen, dass die Zugabe von Acetazolamid zu Schleifendiuretika bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz zu einer effizienteren Entwässerung führt 3, 4
  • Acetazolamid verbessert die Diurese, Natriurese und Flüssigkeitsbilanz bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz 3, 5
  • Es kann zu einer signifikanten Reduktion von Dyspnoe und einer Verkürzung des Krankenhausaufenthalts führen 6, 5
  • Acetazolamid erhöht die Chloridausscheidung im Urin und kann zur Normalisierung einer Hypochlorämie beitragen 5

Wirkungsmechanismus bei Herzinsuffizienz

  • Acetazolamid hemmt das Enzym Carboanhydrase, das die reversible Reaktion der Hydratation von Kohlendioxid und Dehydratation von Kohlensäure katalysiert 1
  • Dies führt zu einer erhöhten Ausscheidung von Bikarbonat, was Natrium, Wasser und Kalium mit sich zieht 1
  • Es alkalisiert den Urin und fördert die Diurese 1
  • Neuere Forschung zeigt, dass Acetazolamid auch die neurohormonale Aktivierung reduzieren kann, mit niedrigeren Plasma-Renin-Aktivität und Aldosteron-Spiegeln 6

Dosierung und Anwendung

  • Die Dosierung wird in der Regel an das Körpergewicht angepasst 3
  • Typische orale Dosis: 250 mg einmal täglich als Zusatztherapie 5
  • Die Behandlung sollte unter engmaschiger Überwachung von Nierenfunktion und Elektrolyten erfolgen 2

Wichtige Überlegungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Acetazolamid sollte immer in Kombination mit der Standardtherapie (ACE-Hemmer, Betablocker) eingesetzt werden, nicht als Monotherapie 2
  • Es kann zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Nierenfunktion kommen, die jedoch in der Regel reversibel ist 2
  • Die Elektrolyte, insbesondere Kalium, sollten engmaschig überwacht werden 2
  • Bei schwerer Niereninsuffizienz sollte Acetazolamid mit Vorsicht angewendet werden 2

Stellung in den aktuellen Leitlinien

  • Acetazolamid wird in den aktuellen Leitlinien nicht als Erstlinientherapie empfohlen 2
  • Die Hauptsäulen der medikamentösen Therapie bei Herzinsuffizienz bleiben ACE-Hemmer/ARB/ARNI, Betablocker, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und Schleifendiuretika 2, 7
  • Neuere Leitlinien erwähnen Acetazolamid als mögliche Zusatztherapie bei Diuretikaresistenz oder unzureichender Entwässerung 2, 7

Fazit für die klinische Praxis

  • Acetazolamid ist nicht als Erstliniendiuretikum bei Herzinsuffizienz indiziert, kann aber als Zusatztherapie bei unzureichendem Ansprechen auf Schleifendiuretika erwogen werden 2, 3
  • Die Kombination mit Schleifendiuretika kann die Entwässerung verbessern und die Symptome der Volumenüberladung reduzieren 3, 4
  • Die Entscheidung für Acetazolamid sollte auf der Grundlage des klinischen Ansprechens auf die Standardtherapie und unter Berücksichtigung der Nierenfunktion und des Elektrolythaushalts getroffen werden 2

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