What is the evidence for the effectiveness of chemotherapy in a localized undifferentiated spindle cell sarcoma (UPS) with a size of 7cm, grade 3, and a high Ki-67 index?

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Chemotherapie bei lokalisiertem undifferenziertem Spindelzellsarkom (UPS)

Bei einem lokalisierten undifferenzierten Spindelzellsarkom (UPS) mit 7 cm Größe, G3 und Ki-67 von 60-70% wird eine perioperative Chemotherapie mit einem Anthrazyklin-Ifosfamid-Regime empfohlen, vorzugsweise neoadjuvant mit 3 Zyklen vor der Operation.

Indikation für Chemotherapie

  • Hochrisiko-Faktoren, die für eine Chemotherapie bei Ihrem Fall sprechen, sind:

    • Hoher Grad (G3) 1
    • Größe ≥5 cm (in Ihrem Fall 7 cm) 1, 2
    • Hoher Ki-67-Index (60-70%), der auf eine hohe Proliferationsrate hinweist 3
  • Eine perioperative Chemotherapie sollte bei Hochrisiko-Patienten mit UPS in Betracht gezogen werden, insbesondere bei großen (≥5 cm) und hochgradigen (G3) Tumoren 1

Neoadjuvante vs. adjuvante Chemotherapie

  • Die neoadjuvante Chemotherapie wird bevorzugt, da sie:

    • Die Beurteilung des Tumoransprechens vor der Operation ermöglicht 1
    • Prognostische Informationen liefert, die die weitere Behandlungsstrategie beeinflussen können 1
    • Die Resektabilität von Tumoren mit ungünstiger anatomischer Lage verbessern kann 1
  • Ein gutes histologisches Ansprechen (>90% Nekrose) ist mit verbesserten Überlebensraten assoziiert 1

Empfohlene Chemotherapie-Regime

  • Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie empfiehlt für Hochrisiko-Patienten mit UPS mindestens 3 Zyklen einer Anthrazyklin-Ifosfamid-Kombination (AI) 1, 4

  • Die Kombination von Doxorubicin und Cisplatin hat sich bei hochgradigen Spindelzellsarkomen des Knochens als wirksam erwiesen 4, 5

  • Bei Patienten mit gutem histologischen Ansprechen (Tumornekrose >90%) sollten nach der Operation weitere Zyklen derselben Chemotherapie verabreicht werden 1

  • Bei schlechtem Ansprechen (Tumornekrose <90%) kann ein Wechsel zu einem anderen Chemotherapie-Regime in Betracht gezogen werden, obwohl Versuche, die Ergebnisse durch Modifikation der adjuvanten Chemotherapie zu verbessern, bisher erfolglos waren 1

Evidenz für die Wirksamkeit

  • Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit 2112 Patienten mit lokalisiertem UPS zeigte, dass eine adjuvante Chemotherapie das Gesamtüberleben verbessern kann, insbesondere bei Tumoren ≥5 cm 2

  • Die Wirksamkeit war besonders ausgeprägt bei Tumoren mit einer Größe von 10 bis <15 cm (5-Jahres-Gesamtüberleben: 79,5% vs. 66,8%, P = 0,003) 2

  • Nach Propensity-Score-Matching war die adjuvante Chemotherapie signifikant mit einem verbesserten Gesamtüberleben verbunden (P = 0,02) 2

  • Eine Meta-Analyse deutet darauf hin, dass Doxorubicin mit Ifosfamid das Risiko für Sarkom-Rezidive und Tod bei ausgewählten Patienten mit hochgradigen, großen und chemotherapie-sensitiven Sarkom-Subtypen in klinisch bedeutsamem Maße reduziert 6

Besondere Überlegungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die Entscheidung für eine neoadjuvante oder adjuvante Chemotherapie sollte in einem multidisziplinären Tumorboard an einem spezialisierten Sarkomzentrum getroffen werden 1

  • Die Toxizität der Chemotherapie muss gegen den potenziellen Nutzen abgewogen werden, insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit Komorbiditäten 1

  • Die Verwendung von G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) wird zur Behandlung von Neutropenie empfohlen 4

  • Die kumulative Dosis von Doxorubicin sollte überwacht werden, um kardiotoxische Effekte zu minimieren 4

  • Alternative Regime mit Gemcitabin/Docetaxel oder hochdosiertem Ifosfamid können bei Patienten mit schlechtem Ansprechen auf die Erstlinientherapie in Betracht gezogen werden 4, 7

  • Temozolomid hat in einem Patientenmodell mit Doxorubicin-resistentem undifferenziertem Spindelzellsarkom signifikante Tumorregression gezeigt und könnte eine Option für resistente Fälle sein 7

Nachsorge

  • Eine engmaschige Nachsorge mit klinischen Untersuchungen und Bildgebung alle 2-3 Monate für die ersten 2 Jahre wird empfohlen 4

  • CT des Thorax sollte zur Überwachung von Lungenmetastasen eingesetzt werden, da dies die häufigste Stelle für Metastasen ist 4

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