Wiederaufnahme von Xeplion Depot nach 7-wöchiger Unterbrechung
Nach einer 7-wöchigen Unterbrechung der Xeplion Depot-Therapie (Paliperidon Palmitat) und vorübergehender oraler Substitution mit Paliperidon sollte die reguläre Erhaltungsdosis von 150mg fortgesetzt werden, ohne dass eine erneute Initialdosierung erforderlich ist.
Hintergrund der aktuellen Situation
- Patient erhielt jahrelang Xeplion Depot 150mg als Erhaltungsdosis 1
- 7-wöchige Unterbrechung der Depot-Therapie
- Überbrückung der letzten zwei Wochen mit oralem Paliperidon 6mg
- Nun wurde wieder Xeplion Depot 150mg verabreicht
Empfohlenes Vorgehen
- Die bereits verabreichte Dosis von 150mg Xeplion Depot kann als reguläre Erhaltungsdosis fortgeführt werden 2
- Eine erneute Initialdosierung (Aufsättigung) ist nicht erforderlich, da:
Zeitplan für die weitere Behandlung
- Die nächste Injektion sollte in 4 Wochen erfolgen (±7 Tage Spielraum ist möglich) 2
- Die Erhaltungsdosis von 150mg sollte beibehalten werden, sofern keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten 1, 2
Überwachung und Nachsorge
- Engmaschige Überwachung auf psychotische Symptome in den ersten 2-4 Wochen nach Wiederaufnahme der Depot-Therapie 4
- Dokumentation von Zielsymptomen, Therapieansprechen und möglichen Nebenwirkungen 1
- Überwachung auf bekannte Nebenwirkungen wie extrapyramidale Symptome, Gewichtszunahme und metabolische Veränderungen 1
Wichtige Hinweise
- Bei Auftreten von psychotischen Symptomen innerhalb der nächsten 4 Wochen sollte eine vorübergehende orale Ergänzung mit Paliperidon erwogen werden 2, 3
- Die Umstellung zwischen Risperidon und Paliperidon kann in seltenen Fällen zu unterschiedlichem Ansprechen führen, obwohl Paliperidon der aktive Metabolit von Risperidon ist 5
- Bei guter Verträglichkeit und stabilem Zustand sollte die Erhaltungsdosis von 150mg beibehalten werden 4, 1
Besondere Überlegungen
- Falls der Patient in der Vergangenheit gut auf die Dosis von 150mg eingestellt war, ist keine Dosisanpassung erforderlich 2
- Bei Anzeichen einer unzureichenden Wirkung kann eine Dosiserhöhung erwogen werden, jedoch nicht über die maximal empfohlene Dosis von 150mg hinaus 2, 6
- Bei Nebenwirkungen kann eine Dosisreduktion auf 100mg oder 75mg in Betracht gezogen werden 2