Is there evidence for the use of tapes in physiotherapy?

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Last updated: November 10, 2025View editorial policy

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Taping in der Physiotherapie: Evidenzlage

Die Evidenz für Taping in der Physiotherapie ist gemischt und kontextabhängig – Kinesio-Tape zeigt bei patellofemoralen Schmerzen kurzfristige Vorteile zur Symptomkontrolle, während bei Sprunggelenksverletzungen sowohl Tape als auch Bandagen wirksam Rezidive verhindern, jedoch fehlt für die meisten muskuloskelettalen Beschwerden überzeugende Evidenz für klinisch bedeutsame Langzeiteffekte.

Evidenzbasierte Indikationen für Taping

Patellofemorale Schmerzen

  • Taping sollte bei Patienten mit patellofemoralen Schmerzen in Betracht gezogen werden, wenn die Rehabilitation durch erhöhte Symptomschwere und Reizbarkeit behindert wird 1
  • Die Entscheidung für Taping basiert auf anderen Faktoren wie der Position in der Sportsaison 1
  • Wenn nach einem realistischen Zeitraum keine günstigen Ergebnisse beobachtet werden, sollten Kliniker die Befunde überprüfen und sicherstellen, dass die Intervention mit Symptomschwere und Reizbarkeit übereinstimmt 1

Sprunggelenksverletzungen (Laterale Bandverletzungen)

  • Sowohl Bandagen als auch Tape reduzieren das Risiko rezidivierender Inversionsverletzungen bei sportlich Aktiven signifikant (RR 0.53,95% CI 0.40 bis 0.69) 1
  • Es ist unklar, ob Bandagen effektiver sind als Tape 1
  • Die Wahl zwischen Bandage und Tape hängt von der individuellen Situation ab – aufgrund praktischer Anwendbarkeit und Kostenüberlegungen ist eine Bandage initial vorzuziehen 1
  • Die Verwendung sollte zeitlich ausgeschlichen werden 1
  • Funktionelle Unterstützung (Bandage/Tape) verhindert Rezidive effektiver als keine Unterstützung (RR 0.30,95% CI 0.21 bis 0.43) 1

Limitierte oder fehlende Evidenz

Kinesio-Tape bei muskuloskelettalen Verletzungen

  • Systematische Reviews zeigen unzureichende Evidenz für Kinesio-Tape bei den meisten muskuloskelettalen Verletzungen 2, 3
  • Die Wirksamkeit bei Schmerzlinderung ist trivial ohne klinisch bedeutsame Ergebnisse 3
  • Bewegungsumfang-Ergebnisse sind inkonsistent – einige Studien zeigen kleine vorteilhafte Effekte, andere triviale Ergebnisse 3
  • Bei Schulterbeschwerden gibt es unzureichende Evidenz für Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung 2
  • Bei chronischen Rückenschmerzen zeigte Kinesio-Tape mit Übungen kurzfristige Schmerzverbesserung, aber keine langfristigen Unterschiede 2

Qualität der Evidenz

  • Es gibt wenige qualitativ hochwertige Studien zur Verwendung von Kinesio-Tape nach muskuloskelettalen Verletzungen 2
  • Die heterogene Natur der Studien verhindert Meta-Analysen 4
  • Die meisten Unterstützung basiert auf Fallstudien und anekdotischen Berichten 3

Klinische Anwendungsrichtlinien

Anwendungsprinzipien

  • Grundlegende Kenntnisse über die korrekte Anwendung sind essentiell – unsachgemäße Anwendung kann unerwünschte Nebenwirkungen wie Hautprobleme verursachen 5
  • Die alleinige Fokussierung auf den aktuellen Schmerzbereich ist nur kurzfristig wirksam – die Ursprungsursache muss identifiziert und eliminiert werden 5
  • Hautpräparation (64% der Anwender) und Anweisungen zur Tape-Entfernung (77% der Anwender) sollten bereitgestellt werden 6

Praktische Anwendung in den USA

  • Die häufigsten Verwendungszwecke sind: Post-Injury-Behandlung (74%), Schmerzmodulation (67%) und neurosensorisches Feedback (60%) 6
  • Die meisten Anwender verwenden Standard-Rollen (67%) in schwarz (71%) oder beige (66%) 6
  • Häufigste Tape-Spannungen: 50% (47% der Anwender) und 25% (25% der Anwender) 6
  • Empfohlene Tragedauer: durchschnittlich 2-3 Tage (60%), maximal 2-5 Tage (81%) 6
  • Patientenberichtete Outcomes (80%) sind die häufigsten klinischen Messgrößen 6

Wichtige Einschränkungen

Forschungs-Praxis-Lücke

  • Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen Forschungsergebnissen und klinischer Praxis 6
  • 40% der Befragten glauben, dass Kinesio-Tape nur einen Placebo-Effekt erzeugt, dennoch verwenden 58% es für therapeutische Zwecke 6
  • Zukünftige Forschung sollte evidenzbasierte Richtlinien entwickeln 6, 4

Fehlende Evidenz für andere Modalitäten

  • Ultraschall, Lasertherapie, Elektrotherapie und Kurzwellentherapie zeigen keine Wirkung bei akuten lateralen Sprunggelenksverletzungen 1
  • Die Evidenz für Akupunktur ist inkonsistent 1

Zusammenfassung der Evidenzqualität nach Körperregion

Eine umfassende Evidenzkartierung zeigt gemischte Qualität der Wirksamkeit für verschiedene Taping-Methoden bei unterschiedlichen Körperregionen und Beschwerden 4. Die Evidenz ist am stärksten für:

  • Prävention von Sprunggelenksrezidiven (Level 2) 1
  • Kurzfristige Symptomkontrolle bei patellofemoralen Schmerzen (Expertenempfehlung) 1

Die Evidenz ist schwach oder fehlend für die meisten anderen muskuloskelettalen Beschwerden 2, 3, 4.

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