Butylscopolamin-Dosierung in der Humanmedizin
Für die intravenöse Anwendung beim Menschen beträgt die empfohlene Einzeldosis 20 mg Butylscopolamin langsam intravenös verabreicht. 1, 2, 3
Intravenöse Dosierung
- Standarddosis Erwachsene: 20 mg als langsame intravenöse Einzelinjektion 2, 3
- Anwendungszeitpunkt: Entweder unmittelbar vor Operationsende zur Prävention oder bei Auftreten von Beschwerden in der postoperativen Phase 2, 3
- Verabreichungsgeschwindigkeit: Langsame intravenöse Gabe erforderlich 1
Intramuskuläre Dosierung
- Standarddosis: 20 mg intramuskulär 4
- Wichtiger Hinweis: Obwohl Butylscopolamin als sicheres Medikament gilt, wurden seltene anaphylaktische Reaktionen nach intramuskulärer Gabe berichtet, einschließlich eines Todesfalls 4
Klinische Wirksamkeit
- Katheter-assoziierte Blasenbeschwerden (CRBD):
Pharmakokinetik
- Orale Bioverfügbarkeit: Sehr begrenzt (nur 2,6% unmetabolisiert im Urin ausgeschieden), daher ist die orale Verabreichung klinisch nicht empfohlen 5
- Plasmahalbwertszeit: Kurz (ca. 2 Stunden nach oraler Gabe) 6, 5
- Metabolismus: Hauptsächlich durch Glukuronidierung, mit möglicher CYP3A-vermittelter oxidativer Demethylierung 5
Wichtige Warnhinweise
- Anaphylaxierisiko: Trotz jahrzehntelanger sicherer Anwendung besteht ein seltenes, aber potenziell tödliches Risiko für anaphylaktische Reaktionen 4
- Schwangerschaft: Butylscopolamin passiert die Plazenta und sollte nur unter Beobachtung verabreicht werden 5
- Nebenwirkungen: Vergleichbar mit Placebo bei der empfohlenen Dosis von 20 mg intravenös 2, 3
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
- Antimuskarine Wirkung: Als peripherer Muskarinrezeptor-Antagonist wirkt Butylscopolamin auf glatte Muskulatur, Herz, Speichel- und Bronchialdrüsen 5
- Monitoring: Bei Verabreichung sollte die Möglichkeit einer anaphylaktischen Reaktion berücksichtigt werden, auch bei diesem vermeintlich sicheren Medikament 4