Empfehlungen für Impfungen vor Rituximab-Therapie
Alle erforderlichen Impfungen sollten möglichst vor Beginn der Rituximab-Therapie verabreicht werden, da Rituximab die Impfantwort bis zu 6 Monate nach der Behandlung beeinträchtigt. 1
Notwendige Screening-Untersuchungen vor Therapiebeginn
- Hepatitis B-Screening (HBsAg, anti-HBc, anti-HBs) 2
- HBV-DNA-Bestimmung bei positiven HBsAg oder anti-HBc 2
- HIV-Test 2
- Hepatitis C-Antikörper-Test 2
- Tuberkulose-Screening in endemischen Gebieten oder bei Hochrisikopatienten 2
Impfempfehlungen vor Rituximab-Therapie
Totimpfstoffe (unbedingt vor Therapiebeginn):
Influenza-Impfung:
Pneumokokken-Impfung:
Tetanus/Diphtherie/Pertussis (TdaP):
- Auffrischimpfung vor Therapiebeginn 1
Hepatitis B-Impfung:
COVID-19-Impfung:
- Vor Rituximab-Therapie für optimale Antikörperantwort 3
Lebendimpfstoffe:
- Kontraindiziert während der Rituximab-Therapie 1
- Müssen mindestens 4 Wochen vor Therapiebeginn abgeschlossen sein
Zeitlicher Ablauf der Impfungen
Optimaler Zeitpunkt: Alle Impfungen sollten mindestens 4 Wochen vor Beginn der Rituximab-Therapie abgeschlossen sein 1, 4
Falls Rituximab bereits begonnen wurde:
Nach Rituximab-Therapie:
Besondere Hinweise
Bei kontaminierten Wunden innerhalb von 6 Monaten nach Rituximab-Gabe: Tetanus-Immunglobulin verabreichen, da Impfantwort reduziert sein kann 1
Bei Patienten unter Rituximab-Therapie sollte eine PCP-Prophylaxe (Pneumocystis jirovecii Pneumonie) und Herpes-Virus-Prophylaxe erwogen werden 6
Familienangehörige sollten auf ihren Impfstatus überprüft werden; Rotavirus-Impfung bei Kleinkindern im Haushalt wird nicht empfohlen 1
Die Einhaltung dieser Impfempfehlungen vor Beginn der Rituximab-Therapie ist entscheidend, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Morbidität und Mortalität zu reduzieren.